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Es fehlt.

Kosmogonie @, Mittwoch, 01. Juli 2020, 00:08 (vor 116 Tagen) @ Uwe Todt

Das Spiegelelement habe ich bei Martinus nicht gefunden.

Wahrscheinlich, weil Martinus das nicht kennt.

Dafür kennt er das Element der Selbstähnlichkeit (fraktale Strukturen), und führt dies konsequent aus. Das gibt diesem System eine gewisse Originalität.

Ansonsten aber erscheint mir sein kosmologisches System ziemlich konstruiert und unlebendig, ja teilweise auch wenig überzeugend. Ich sage das im Vergleich zur Kosmologie von Steiner. Was die letztere lebendig und überzeugend macht, sind die Beschreibungen der Taten und Leiden der hierarchischen Wesen, also genau das, was Sie für bloße Imaginationen halten. In der "Geheimwissenschaft" sind diese Bescheibungen noch relativ trocken, aber z.B. im kurzen Zyklus "Die Evolution vom Gesichtspunkt des Wahrhaftigen" wird es geradezu aufregend. Es ist das äußerste Gegenteil von abstrakt und schematisch, und gerade darum überzeugt es mich. Selbst wenn das alles nur erfunden sein sollte, dann müßte man dem Erfinder schon eine gewisse Genialität bescheinigen.

Insofern halte ich es für unergiebig, bei Martinus nach weiteren Übereinstimmungen mit Steiner zu suchen.

Interessant sind am ehesten noch Martinus' Auslassungen über ein Thema, das Steiner anfangs kaum behandelt hat: Die Entwicklung der Sexualität in naher Zukunft. Davon habe ich mich gedanklich anregen lassen. Genaueres zum Thema habe ich auf der Hauptseite (Kosmogonie.info) ausgeführt, und zwar unter Sündenfall und Nahe Zukunft.


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