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Martinus ein Exoteriker. Weltbild der Staatsqualle. Musik des Alten Mondes.

Kosmogonie @, Mittwoch, 01. Juli 2020, 14:38 (vor 115 Tagen) @ Uwe Todt

Die Schöpfung eines Ichs durch die Elohim - wie bei Steiner - gibt es bei ihm nicht. Was bei Steiner die Schöpfung oder das Verleihen des Ichs ist, ist bei Martinus das Erwachen des Ichs.

Da spricht der Exoteriker (im Sinne Tombergs, wie bereits erläutert). Aber sehen wir das Ich-Erwachen doch mal "fraktal", also in einem kleineren Maßstab, indem wir es übertragen auf das Ich-Erwachen des Menschenkindes. Auch in diesem erwacht ein Ich - aber nicht von selbst! Herr Todt, Sie hatten beruflich mit Waldorfschulen zu tun. Sie wissen also, daß an der Entwicklung eines jeden Kindes eine gewisse Zahl von Menschen mitwirken, angefangen mit den Eltern, fortgesetzt mit Kindergärtnern, Lehrern, Schulärzten, und was zur Organisation alles notwendig ist. Ohne deren Hilfe und Beistand kommt es zu keinem, oder nur zu einem rudimentären Ich-Erwachen (vgl. die sogenannten Wolfskinder). Ganz von selbst geht das nicht.

Tomberg (s.o.) bezeichnet als Exoteriker diejenigen Menschen, die eine Schiffsreise als ein normiertes, voraussagbares Ereignis betrachten ("das Schiff kommt an", nicht: "es wird ans Ziel gesteuert"), wohingegen der Esoteriker am Zustandekommen dieses Ereignisses verantwortlich beteiligt ist, oder sich zumindest mitverantwortlich fühlt. Steiner scheint diese Mitverantwortung sehr deutlich gefühlt zu haben.

Wie ich schon sagte: Martinus beschreibt sein Weltbild aus der Sicht des Exoterikers.

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Die verschiedenen Daseinsebenen, in denen Wesen in Wesen leben, sind so miteinander verknüpft, dass die umfassendere Ebene immer eine Zusammenfassung der darunter befindlichen Ebene ist. Millionen bis Milliarden in Molekülen zusammengeschlossene Atome bilden die Zellen. Millionen bis Milliarden Zellen bilden ein Organ. Hunderte bis Tausende Organe bilden einen Körper.

Da kommt mir das Bild der Staatsqualle, spezifisch der Portugiesischen Galeere.

[image]

Dazu Wikipedia:

Die Einzeltiere des Stocks sind so hochspezialisiert und vielgestaltig, dass sie fast als Organe eines einzigen Organismus betrachtet werden können.

Eine sehr tiefgründige Wesensbeschreibung der Qualle (aber nur am Rande der Staatsqualle, egal) findet sich im Flensburger Heft 105, "Gespräche mit Tieren 3", Stichwort: Quallen. Dort kommt der Wasser(gebiets)geist Etschewit zu Wort. Ich kann aus diesen 18 Seiten äußerst inhaltsreicher Esoterik nur das Nötigste herausholen.

Demnach enstanden die Quallen fast zeitgleich mit der Erde. Ihr Ursprung ist, wie alles Irdische, auf dem Alten Mond zu suchen. Für die Quallen gilt das aber in besonderem Maße. Auf dem Alten Mond war am Anfang nicht das Wort, sondern der Klang, und Quallen sind Klänge, welche die Form des Instruments angenommen haben, welches sie in reinster Form erzeugt, das ist die Glocke. Das geschah damals durch die Geister der Form (also nicht von selbst!) in leitender Position, ausführend durch die Wesen, welche damals die Ich-Stufe durchliefen und heute Engel sind.

Menschliche Musik ist quallen-erzeugend. Giftige Quallenarten entstehen aus - und fördern zugleich - Popmusik. Das gilt etwa für die sogenannte Meerwalnuß. Dagegen hat die Rippenqualle Beziehungen zur Gospel- und Volksmusik, je nach örtlichem Vorkommen.

Worauf ich aber hinauswill, ist, das Element der Selbstähnlichkeit und die fraktale Struktur im Weltbild des Martinus in Zusammenhang zu bringen mit dem Klangäther, der auf dem Alten Mond entwickelt wurde (nicht: sich entwickelt hat) und irdisch in den großen Ton-Kompositionen zum Ausdruck kam. Diese haben durchwegs eine mehr oder weniger fraktale Struktur, welche sich in anderen Künsten, z.B. in der Bildenden Kunst, kaum findet. Und die Staatsqualle ist sowohl Gleichnis wie auch marine Verwirklichung dieser fraktal-musikalischen Kompositionen. Sie sähe anders aus, wenn die Kompositionen anders wären, und umgekehrt.

Über Martinus schrieben Sie, daß er musikalisch begabt war und Klavierspielen gelernt hat, das Klavierspiel aber abbrechen mußte, weil sonst seine kosmologischen Eingebungen aufgehört hätten. Es ging damit sein Musikalisches rückstandfrei in sein Weltbild über. Dieses ist geprägt durch Gesetzmäßigkeiten des Zahlenäthers. Aber auch seine Grafiken ("Symbole" sind sie nur in einem technischen Sinne) sind in gewissem Sinne Zahlenspiele.

Unterrepräsentiert - ich möchte nicht sagen fehlend - ist der Lebens- oder Wortäther, der nach Tomberg heute weiterentwickelt wird in die fünfte Art, in den Gewissens-Äther.

Der Alte Mond, Ursprung der Musik, verkörpert auch die hohe Zeit der luziferischen Engel, die heute in Menschen nachholen möchten, was sie einst versäumt hatten. Und daß das Martinus-Werk m.E. luziferische Züge hat, so wie das orientialische Denken überhaupt, schrieb ich ja schon.


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