Martinus ist ein Exoteriker, aber kein Buddhist

Uwe Todt, Donnerstag, 02. Juli 2020, 05:36 (vor 117 Tagen) @ Kosmogonie

Demnach wäre Martinus klar ein Exoteriker. Ich kann hier natürlich nur wenige Abschnitte zitieren; das ganze Kapitel geht dann noch sehr in die Tiefe und ins Detail. Auf jeden Fall macht Martinus' Weltbild auf mich stark den den Eindruck einer "orientalisierenden Lehre". Die Nähe zum Buddhismus hat ja auch Uwe Todt mehrfach betont und erläutert.

Ich denke, dass Martinus mit der Aussage, dass er ein Exoteriker sei, voll einverstanden wäre, denn er ist es und wollte es auch sein. Er wollte eine Wissenschaft des Geistes als Fortsetzung der Naturwissenschaft schaffen, weil diese Fortsetzung für die Zukunft notwendig sein wird.
Die esoterische Perspektive des Dramas und der Tragik gibt es bei ihm auch. Aber er sieht darin eine lokale Sicht, die dadurch entsteht, dass man den Gesamtzusammenhang nicht überschauen kann.

Martinus hat nur eine Nähe zum Buddhismus, ist aber von diesem durch seine Verankerung im Christentum doch andererseits wieder weit entfernt. Er war gar kein Freund davon, sich aus der Welt zurückzuziehen. Zur Meditation empfahl er lediglich das Vaterunser. Ansonsten lehnte er geistige Übungen ab, weil er sagte, sie führen lediglich zu illusionären Vorstellungen über sich selbst. Das Leben sei der wahre Schulungsweg. Auf diesem Weg werde für jeden so gesorgt, dass er sich durch die auftretenden Leiden in der richtigen Weise weiterentwickeln kann.


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