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Das Schicksalsspiel des Lebens

Kosmogonie @, Donnerstag, 09. Juli 2020, 01:04 (vor 110 Tagen) @ uwetodt

Mich würde interessieren, wie Sie diesen Artikel beurteilen

Stilistisch hervorragend. Eins plus, sozusagen. Anschaulich, fesselnd, perfekt strukturiert, mit großem Tiefgang.

Der Topos des Lebens als Spiel mit einem selbst als Spieler und/oder Zuschauer ist freilich nicht neu (ich glaube, er kommt schon in der antiken Literatur vor). Vorliegend wird allerdings unverhohlen der Evolutions- und Reinkarnationsgedanke ausgesprochen.

In dem Buch "Die große Scheidung - oder zwischen Himmel und Hölle" des englischen Schriftstellers und Christus-Apologeten C.S. Lewis (1898-1963) findet sich am Schluß ein entfernt ähnliches Motiv: Der Autor erkennt riesenhafte Wesen, die schweigend auf einen Tisch herabblicken. Dort ist ein Schachspiel mit lebendigen Figuren, die sich von selbst bewegen. Ich zitiere:

Und die Handlungen und Bewegungen einer jeden Schachfigur waren ein bewegliches Abbild, eine Mimesis oder Pantomime, die die innerste Natur ihres riesenhaften Herrn abzeichnete. Und diese Schachfiguren sind Männer und Frauen, wie sie für sich selbst und für einander in der Welt erscheinen. Und der silberne Tisch ist die Zeit. Und die, die stehen und zusehen, sind die unsterblichen Seelen dieser selben Männer und Frauen.

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Bemerkenswert ist Martinus' Feststellung, daß man dazu neigt, Menschen zu tadeln, die gegenwärtig das eigene frühere Niveau verkörpern. Einen aktuellen Bezug sehe ich im Umbenennen von Straßen und das Stürzen von Denkmälern durch politisch linksorientierte (insofern luziferisch gelenkte) Moral-Imperialisten.

Wie denken Sie denn selbst zu diesem Artikel? Sie werden ihn ja nicht ohne Grund hier veröffentlicht haben.


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