Experimentum crucis

Bernhard, Dienstag, 12. Juli 2016, 22:38 (vor 859 Tagen) @ Kosmogonie
bearbeitet von Bernhard, Dienstag, 12. Juli 2016, 22:44

Hallo, Thomas!


Mitunter habe ich den Verdacht, Du möchtest Steiner nicht wirklich verstehen, sondern ausschließlich ihn diskreditieren und fertigmachen - warum/für wen/vor wem auch immer...

Und von der Signaturenlehre scheinst Du auch wenig zu halten - fußt sie doch auf keiner objektiven Grundlage, wie sie die mechanistisch-kausalistische Denkweise der akademischen Wissenschaft fordert. Nach dem Motto: Alles blinder sinnloser Aberglaube! Und: Der Natur kann man nicht trauen, die Natur irrt, die Natur täuscht, sie ist nur trügerischer Schein, sie enthält keine anschauliche Lehre, sie ist allenfalls ein lebloses dinghaftes "Etwas"; nur die "geniale" Naturwissenschaft kann sie "realistisch" beurteilen, ihre "Fehler" korrigieren, aus ihr etwas "machen" und etwas Nützliches "herausholen", ja zuletzt sie aus ihren eigenen "Unvollkommenheiten", "Irrtümern" und "Wirrnissen" erlösen.

Ich kann - auch aus mancherlei persönlichen leidvollen Erfahrungen heraus - Dein Wissenschafts- bzw. Medizinervertrauen nicht (mehr) gleichermaßen teilen. Darüber hinaus bin ich aufgrund meines medizinisch-anatomischen Verständnisses und meiner anthroposophischen Kenntnisse z.B. davon überzeugt, dass das Herz zumindest keine Pumpe ist. Das Herz soll sich zu einem spirituellen Wahrnehmungsorgan entwickeln, weshalb es das Blut in sich hinein- und durch sich hindurchsaugt, um es zu ätherisieren, sprich: dessen Materie in Ätherkräfte umzuwandeln. (Siehe auch GA 130, 1.10.1911.) Damit dies bereits im Ansatz nicht erst erwogen werden möge, lässt man das Herz als eine Pumpe betrachten, die das Blut von sich fortdrückt, es als unerwünscht bzw. unbeachtenswert aus seinem Inneren abweist. Im Netz lassen sich diverse Aussagen von modernen klassischen Ärzten finden, die offen aussprechen, dass die Pumpen-Theorie eine bewusste aufrechterhaltene Lüge ist, diese Tatsache aber aus diversen Gründen nicht ohne Todesgefahr öffentlich preisgeben können. - Es ist klar, welche Mächte alles dafür tun, um die spirituelle Fortentwicklung des Herzens möglichst zu verhindern.

Es gibt eine Menge anderer Beispiele derselben Art, die dem kritischer fragenden Anthroposophen manches aufdecken, ohne dazu hellsichtig sein zu müssen.

Vielleicht stempelst Du mich nun auch noch als "wissenschaftsfeindlich" ab; nun ja: ein Feind der leb- und geistlosen Populär-Wissenschaft bin ich allemal. Aber ich bin ein Freund und Verfechter einer echten, einer durchchristeten Wissenschaft!

Ich weiß nicht, welcher Akademiker den Satz geprägt hat:

"Der größte Vorzug des Mythos besteht darin, dass man nicht an ihn glauben muss!"

Aber ich möchte diesem Ausspruch mit gleichem Nachdruck verzweifelt entgegenwerfen:

Der größte Nachteil der Naturwissenschaft besteht darin, dass man nicht an sie glauben kann!


Schönen Abendgruß!

Bernhard


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