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Auf welche Viergetier-Aspekte geht die heutige Menschheit zurück?

Kosmogonie @, Montag, 02. Januar 2017, 14:15 (vor 682 Tagen) @ Andreas Delor
bearbeitet von Kosmogonie, Montag, 02. Januar 2017, 15:01

Allerdings halte ich im vorliegenden Falle die Argumentation für ein wenig spitzfindig.

Geht es hier wirklich nur um spitzfindige Details? Bedenken wir einmal die Konsequenzen, die sich aus den jeweiligen Positionen ergeben.

Wir heutigen Menschen sind alle aufgeteilt in männlich und weiblich, also in Männer und Weiber. Wir sind, von seltenen Ausnahmen abgesehen, keine Intersexuellen und keine Zwitter. Es ist also folgerichtig, daß wir alle vom Stier-Anteil und vom Löwe-Anteil des Viergetiers abstammen, welche Anteile sich, Steiner zufolge, während der ersten vier Atlantis-Epochen ausdifferenziert haben.

Zur Reihenfolge, d.h. welcher Viergetier-Aspekt sich in welcher Atlantnis-Epoche ausgestaltet hat, vermisse ich bei Steiner leider eindeutige Angaben.

Zur Verdeutlichung: Der physische Leib war damals erst in Entstehung, und zwar als Teil der Differenzierung des Ätherleibes. Dieser wurde in dem Maße "dünner" als der physische Leib "dicker" wurde. Und vor Allem besteht zwischen beiden ein ausgleichendes oder kompensierendes Verhältnis. Indem der Löwe-Ätherleib einen physischen Leib absonderte, nahm dieser die dem Löwen entgegengesetzten Eigenschaften an, d.h. er wurde zur "Kuh", soll heißen, friedlich, passiv, weiblich. - Der Stier- oder Kuh-Ätherleib sonderte entsprechend einen physischen Leib ab, welcher der Kuh entgegengesetzt und somit dem Löwen ähnlich ist, das heißt stark, mutig, angreifend.

Damit erklärt sich die Paradoxie aus den Zuordnungen des Kuh-Aspektes mit dem Mann und des Löwe-Aspektes mit dem Weib: Der physische Leib kompensiert den ätherischen Leib.

Nun stelle ich die m.E. entscheidende Frage: Welchen Geschlechtes sind oder waren dann die atlantischen Menschen mit Zuordnung zum Adler- und Wassermann-Aspekt? Sie mußten entweder weiblich-selbstbefruchtend gewesen sein, so wie der vor-atlantische Mensch; oder sie waren Zwitter, d.h. so wie gewisse heutige Tiere während einer Verkörperung männlich und weiblich zugleich veranlagt, um sich dann nach Gelegenheit als eindeutig männlich oder eindeutig weiblich festzulegen. Nicht aber waren sie geschlechtlich eindeutig aufgespalten - oder auf Aufspaltung angelegt - so wie es die dem Löwe-Aspekt und dem Kuh-Aspekt zugeordneten Menschen sind. Sie hatten also kein so eindeutiges Geschlecht wie Unsereiner, was allerdings nicht heißen soll, daß sie nicht fortpflanzungsfähig gewesen seien. Das waren sie - damals! - sehr wohl. Heute aber gibt es unter Menschen nur noch die heterosexuelle Fortpflanzung.

Am Rande eine begriffshygienischer Bemerkung: Wenn Sexualität biologisch als Fortpflanzung definiert wird, dann gibt es, biologisch gesehen, keine Homo- und Pädosexualität, sondern nur Homo- bzw. Pädophilie, meist mit mutueller Masturbation. Homosexualität ist ein in sich widersinniger Begriff. Es gibt keine Homosexualität, und schon gar nicht eine homosexuelle Orientierung.

Man darf sich also ernsthaft fragen, ob die Menschen mit Zuordnung zum Adler- und zum Wassermann-Aspekt nach der endgültigen Geschlechter-Aufteilung nicht wirklich ausgestorben sind, so wie Steiner das sagte. Denn angenommen, der Adler- und der Wassermann-Typus lebte heute fort, so wäre das doch nur auf heterosexuelle Weise möglich, was aber wiederum nur heißen kann, daß diese beiden Typen irgendwann in den geschlechtlich bereits ausdifferenzierten Typen - Löwe und Kuh - aufgegangen und somit verschwunden wären. Das läuft auf eine unauflösbare Paradoxie hinaus.

Ich gebe zu, daß ich obige Feststellungen auf rein schlußfolgernde Weise gewonnen habe. Für die anderslautenden Feststellungen Delors scheint das aber ebenfalls zuzutreffen. Ich vermute, daß Delor in diesem Falle einfach nicht genügend tief nachgedacht hat, einfach, weil ihn die Differenzierung des Menschen in Rassen von Anfang an viel mehr interessiert hat als die Differenzierung in die Geschlechter. Vielleicht könnte eine gezielte Zusammenarbeit mit hellsehenden Menschen hier zur Aufklärung beitragen.

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Dazu noch eine Anregung, und ich hoffe, daß sie auch als solche aufgenommen wird: Die Rassen entstanden, lange bevor Luzifer seine Wirkung entfaltete. Demgegenüber entstand die Geschlechter-Trennung seit und durch Luzifers Einfluß. Um hier Erkenntnisse zu gewinnen oder sie aufzunehmen, muß man, so behaupte ich, Abstand gewonnen zu haben zu luziferischen Verhaftungen in einem selbst, d.h., man muß Luzifer aus sich "hinauswerfen". Ich glaube, diesen Abstand mit der Zeit gewonnen zu haben. Sicher nicht vollständig, aber so, daß ich gewisse Dinge kritisch sehe, die andere Menschen, darunter auffällig viele Anthroposophen, einfach nicht hinterfragen, weil sie sich insofern selber im Wege stehen.

Daß Anthroposophen kaum Gefahr laufen, ahrimanische Wirkungen zu übersehen - im Gegenteil, sie thematisieren ihn vielleicht schon zu oft -, liegt auf der Hand. Daß sie luziferische Einflüsse leicht übersehen, ja ihnen verfallen, liegt aber ebenso auf der Hand. Dies bedenkend, wird mir Steiner wiederum sympatisch, da er sich gegen beide Einflüsse gleichermaßen behaupten konnte.


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