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Ahrimans Erscheinen; der Fremde; junge und alte Seelen unter den Menschen

Kosmogonie @, Mittwoch, 11. März 2020, 12:09 (vor 230 Tagen) @ Stefan

Ahriman. Dieser könnte sich eher als eine Art Internetwesen verkörpern


Hier möchte ich einmal einhaken. Die Prophezeihung des Erscheinens einer antichristlichen Macht würde ich nicht so schnell fallen lassen

Hallo Stefan! Die Vorstellung, daß Ahriman sich nicht in einer Person, sondern im Internet verkörpern würde, habe ich einem der (inzwischen eingestellten) Flensburger Hefte entnommen, genauer: den Naturgeister-Bänden, worin Gespräche zwischen dem Herausgeber und höheren Naturwesen sowie einem michaelischen Wesen, vermittelt durch Verena Stael von Holstein, aufgezeichnet sind. Leider kann ich die betreffende Stelle nicht aus dem Stegreif nachweisen, aber jedenfalls fand ich diese Vorstellung gut begründet. Im Übrigen können wir nichts Genaues wissen, weil Ahriman seinerseits auf unsere Vorstellungen reagieren dürfte.

Weiterhin meine ich, daß wir genauer zwischen den "klassischen" Widersachermächten (Luzifer und Ahriman, seltener erwähnt auch die Asuras) und dem Antichrist unterscheiden müssen. Die sich über Frau Stael v.H. mitteilenden Wesen unterscheiden da viel genauer, als ich das von der klassischen anthroposophischen Literatur her kenne. Luzifer, Ahriman, selbst die Asuras sind Angehörige unserer Hierarchie; der Antichrist ist es nicht, sodaß er auch von den hierarchischen Wesen nicht erkannt werden kann, vom Menschen interessanterweise schon, wenn z.Z. auch nur ansatzweise. Er ist nicht durch das Wort entstanden, hat also keinen eigentlichen Namen, und wird in Konsequenz als "der Fremde" bezeichnet. Er ist also nicht identisch mit Sorat, sondern umfassender.

Es könnte sein, daß Steiner diesbezüglich, eventuell aus Rücksicht auf das Fassungsvermögen seiner Hörer, nicht genau zwischen Ahriman und den noch größeren Wesen unterschieden hat. Von den Asuras hat er folglich nur anfänglich gesprochen. Auch über die neun Erdinnenschichten hat er sich nur anfangs und sehr knapp geäußert.

Auch bei Tomberg vermisse ich Genaueres. An einer Stelle chraktersiert er Ahriman als ein Wesen, das, Kälte verbreitend, aus einer Welt vor unserem Kosmos, hereinkommt. An anderer Stelle erwähnt er immerhin, daß in der dritten Versuchung des Christus Jesus ein hinter Ahriman stehendes Wesen sich andeutete, welches sich aber nicht zu erkennen gab.

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Was die Wirkungen des sich offenbarenden Antichristen (oder des zur Inkorporation strebenden Ahriman) betrifft, so hängen sie natürlich auch von den augenblicklich verkörperten Menschen ab. Zunehmend habe ich den Eindruck, daß "wir" da nicht genug unterscheiden.

Vor wenigen Wochen erst bin ich auf die Bücher von Verda Hasselmann und Frank Schmolke gestoßen, deren letztes den Titel trägt: "Junge Seelen - Alte Seelen". Die Autorin Hasselmann gibt darin Mitteilungen eines Kollektivs von nicht mehr sich verkörpernden, nunmehr in der "Kausalwelt" beheimateten Menschen wieder. Sie lehren ein in sich kohärentes, einleuchtendes System zur Zahl und Abfolge menschlicher Inkarnationen, aus dem sich der Entwicklungsgrad eines Menschen ableiten läßt. So gibt es - ganz grob gesagt - jüngere Seelen, die sich politisch nicht interessieren und leicht manipulieren lassen; und ältere Seelen, die sich den zunehmenden äußeren Zwängen durchaus zu entziehen verstehen. Demnach begeht man einen Fehler, wenn man die Menschen gleichen Bewertungsregeln unterwirft, und wenn man aus dem Erscheinen des Antichristen gleiche Auswirkungen für alle Menschen folgert.

Wir sollten diese Quelle jetzt aber nicht weiter thematisieren, denn ich plane darüber einen eigenen Artikel zu schreiben. Nur dies eine noch dazu: Besagte Mitteilungen lassen hierarchische Wesen und auch den nachtodlichen Weg über das Kamaloka durch die Planetenspthären völlig außer Betracht. Sie bieten eine hervorragende Psychologie des Menschen, schließen ihn aber auch in sich ein. Damit tragen sie den luziferischen Charakter östlicher Esoterik, welche innere Harmonie und "Erleuchtung" anstrebt, ohne aber zu irgendwelchen Erkenntnissen außerhalb des Menschen zu gelangen. Sie sind nicht falsch, aber einseitig.

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Zuletzt: Ich meine, daß wir uns nicht zu sehr in Vorstellungen einer erschreckenden Zukunft verlieren sollten. Angst ist ein Machtmittel Ahrimans. Vielmehr sollten wir, sofern wir Christen sind, uns in Christus vertiefen.

Eine außerordentlich gute Hilfe hierfür sehe ich in Tombergs "Anthroposophische[n] Betrachtungen zum Neuen Testament und zur Apokalypse", aber auch z.B. in dem Flensburger Hefte-Band "Fenster zum Kosmos - Die Episteln der Christengemeinschaft", inspiriert von einem michaelischen Wesen. Beide sind geeignet, eine Stimmung der Ehrfurcht und inneren Ruhe zu erzeugen. Zum Vergleich: Steiners Vortragszyklen wirken auf viele Menschen eher verführerisch, da sie Neugier auf immer neue Enthüllungen erzeugen, während sie gleichzeitig durch umständliche Sprache, häufige Wiederholungen, und nicht zuletzt durch ausufernde Polemik gegen alle möglichen Zeitgenossen ("Gegner") frustrieren. Das spricht nicht gegen die Wahrheit der Steinerschen Mitteilungen, aber wir haben inzwischen viele neue Mitteilungen aus den höheren Welten durch hierzu berufene Menschen.

Herzliche Grüße!
Kosmogonie


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