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Fragen zu "In der Spur des Ich-Bin" von Uwe Todt

Kosmogonie @, Samstag, 11. Juli 2020, 15:36 (vor 108 Tagen)

Der Untertitel des von mir zu thematisierenden Buches lautet: "Aufzeichnungen, Reflexionen, Erlebnisse, Rückblicke 2011 bis 2018". Die Einführung schließt mit dem Satz:

So kann der Leser an der inneren Entwicklung eines anderen Menschen teilnehmen und - gemäß Rudolf Steiner - an dieser Teilnahme zu sich selbst erwachen.

Für mich als einem spirituell Strebenden ist das hoch interessant. Und da der Autor sich bereiterklärt hat, über einzelne Themen daraus mit mir in diesem Forum zu diskutieren, nehme ich ihn jetzt beim Wort.

Die vordringlichste Frage, die sich mir schon bald nach der Lektüre der Martinus-Bücher und dann immer mehr während unserer diesbezüglichen Auseinandersetzung gestellt hat, läßt sich so formulieren: Was nützt einem Menschen das Erwachen seines höheren Ich - oder das Erwachen im kosmischen Bewußtsein -, wenn dieser Mensch in der Folge kein größeres Wissen mitzuteilen hat als vorher?

Ich meine mit Wissen jetzt ein spirituelles Wissen oder ein solches, zu welches man auf gewöhnlichem Wege nicht kommen kann. Das kosmologische System von Martinus beruht in diesem Verständnis nicht auf spirituelles Wissen, denn es handelt sich um ein Gedankenbäude, das sich, die nötige philosophische Begabung vorausgesetzt, im Prinzip jeder Mensch ausdenken kann.

Ich will das, was ich mit spirituellem Wissen bezeichne, einmal positiv und an Beispielen charakterisieren.

Die Gewinnung von höheren Erkenntnissen ist, wie auch auf physischer Ebene, zunächst auf zweierlei Wegen möglich: Man kann ein Gebiet durch reine Beobachtung erkunden; man kann aber auch die dort anzutreffenden "Experten" befragen über Gebietsteile, die sich nicht direkt beobachten lassen. Letzteres geschieht durch Inspiration (im Steinerschen Sinne). Und drittens kann man Erkenntnisse gewinnen durch Rückblick in frühere eigene Inkarnationen, wo man in natürlichem Austausch mit geistigen Welten und Wesen gestanden hat.

Die oben beispielhaft aufgelisteten Erkenntnisse haben alle einen auch praktischen Wert, und zwar nicht (nur) für einen selbst. So ermöglicht die Bildekräfteforschung eine Qualitätsfeststellung von Nahrungsmitteln. Die Elementarwesenforschung kommt den Elementarwesen zugute, ohne welche die lebendige Erde und wir Menschen nicht leben können, und ohne deren Wohlergehen wir alle Schaden nehmen müssen. Gleiches gilt für die Geomantie: Geomanten verstehen sich fast immer auch als Erd-Heiler.

Dagegen die persönliche Erleuchtung, das eigene Aufwachen im kosmischen Bewußtsein: Wem wird damit gedient außer einem selbst? Ein Beitrag zur Forschung ist das offenbar nicht.

Wie ich Ihren Aufzeichnungen entnehme, Herr Todt, leugnen Sie sowohl die reale Existenz der elementarischen und hierarchischen Wesen als auch die Existenz der Akasha-Chronik. Auf Einzelheiten will ich später anhand ihrer jeweiligen Aufzeichnungen in einzelnen Beiträgen eingehen.

Hier aber ging es um die grundsätzliche Frage: Wem anders als einem selbst kommt die Erleuchtung zugute? Was haben uns die Erleuchteten an echten Forschungsergebnissen - nicht an gedanklichen Konstruktionen - mitzuteilen?


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