Erlösung der Tiere als menschliche Aufgabe.

Bernhard, Freitag, 15. Juli 2016, 21:49 (vor 856 Tagen)
bearbeitet von Kosmogonie, Freitag, 15. Juli 2016, 22:17

Anmerkung vom Administrator: Ich habe diesen Beitrag von Bernhard aus dem vorherigen Thread herausgelöst und zum Anfang eines eigenständigen Threads gemacht, weil es sich um ein neues Thema handelt. Dazu habe ich auch den ersten Teil des Titels ("Tomberg im Vergleich zu Steiner") gelöscht.

Hallo, Thomas!


Aus diversen eigenen Beobachtungen und Überlegungen heraus halte auch ich es für möglich, dass die Domestikation der "gefallenen" ver-wilderten Tiere sehr wohl an deren Erlösung mitwirken kann. Allerdings, wenn dieses Erlösungswerk gelingen soll, sind meiner Ansicht nach drei christliche Tugenden vorauszusetzen: Ehrfurcht, Selbstvertrauen und Mitgefühl.

Durch die Domestikation werden die wilden Tiere in die menschliche Kultur mit eingebunden, deren einseitig spezialisierte Lebensprozesse und Wesenseigenschaften zugunsten der Menschen gezielt gesteigert, veredelt und vervollkommnet und ihr hieraus erwachsendes Opfer durch des Menschen liebevolle Zuwendung, sorgsame Pflege und sicheren Schutz dankbar gewürdigt.

Es ist ja hinlänglich bekannt, dass, sofern domestizierte Tiere natur- und artgerecht gehalten werden und ihnen ausreichend gemütvolle Innigkeit und Wärme zukommen, sie mit der Zeit wirklich sozusagen "menschlicher", d.h. seelisch wacher werden und ihr reaktives Sozialverhalten sich sensitiviert. Man kennt zur genüge historische und moderne Belege für höchst außergewöhnliche Beziehungen zwischen Menschen und ihren tierischen Partnern und Freunden, selbst übersinnlicher und solcher Art, die bis über den Tod hinausgehen, und dabei noch gar manch menschliches Treuebündnis in den Schatten stellen. Desgleichen weiß man z.B., dass die sprichwörtliche instinktive Feindschaft zwischen Hund und Katze sich tatsächlich umwandelt in gegenseitige Duldsamkeit und Zuneigung, sofern diese Tiere unter den Menschen gemeinsam ein moralisch gesundes Klima miterleben. (Was denn auch jene unerhörte biblische Verheißung, wonach dereinst im Paradiese Löwe und Lamm nebeneinander grasen und friedlich beieinander liegen würden, gar nicht mehr all zu wunderbar erscheinen lässt!)

Ich glaube sicher, dass des Menschen positiver Einfluss zumindest auf die höheren Tiere diese auf ihren Wiederaufstieg effizient vorbereiten kann. Und es ist für mich nicht undenkbar, mit der Pflege eines liebevollen und wohlwollenden Verhältnisses zur Tier-Welt insgesamt auch die Entwicklung unserer spirituellen Erkenntnisfähigkeit zu fördern: Denn in dem Maße, wie die Tier-Seele sich unserer Seele anzuvertrauen und auf seine Weise uns von ihren Erlebnissen mit Elementar-, Natur- und höheren Geistwesen mitzuteilen wagt, werden auch wir desto fähiger, um uns ihnen liebevoll-verstehend öffnen zu können, in die übersinnliche Welt vorzudringen.

Es sollte einleuchten, dass das "gefallene" Tier den Menschen völlig anders erleben muss, als es seine Artgenossen und die übrigen Tiere erlebt. Durch seine naturgemäße "Hellsichtigkeit" nimmt es ja in uns etwas ähnlich Wesenhaftes wahr, wie es ihnen aus der Astralsphäre als ihr kosmischer Gruppen-Geist vertraut ist. Vor allem die hochentwickelten Tiere - auch schon unter den Vögeln und manchen rotblütigen Meeresbewohnern - verhalten sich dem Menschen gegenüber besonders anhänglich, unterwürfig, furchtsam, scheu, vorsichtig oder aggressiv - ja nach ihrer Art. Diese Beobachtung aber bringt einen weiteren bedeutsamen Schluss ans Licht, der unsere schicksalsprägende Einflussnahme auf die Tier-Evolution einmal mehr bestätigt: Indem wir nämlich mit unserem individuellen Ich uns eigenmächtig zwischen die Tier-Seele und ihr über-ragendes Gruppen-Ich stellen, also nichts geringeres als die Rolle ihrer geistigen Führer und Lenker übernehmen können, sind wir tatsächlich bis zu einem bestimmten Grade er-mächtigt, die Tiere von ihrem vorgesehenen Werde-Plan abzulenken und sie auf durch uns bestimmte Wege und von uns gesetzten Zielen zuzuführen. Die "Erfolge" der gezielten Rassenzucht sowie der Dressur und der Domptur erweisen schon annähernd recht eindringlich, wie wirkungsvoll die Magie des menschlichen Ichs in der Lage ist, sowohl die physische als auch die seelische Organisation der Tiere in ihren Bannkreis zu ziehen und auf der Klaviatur der Evolution mitzuspielen. -

Ich habe den dunklen Aspekt der Mensch-Tier-Beziehung bewusst nicht erwähnt; dieser würde meine jetzigen Ausführungen sicher ergänzen, aber ich denke, hiermit angesprochen zu haben, worauf es Dir, Thomas, wesentlich ankommt. Sicher ist es interessant und ohnehin aktuell von besonderer Brisanz, auf die geistigen Aspekte hinzudeuten, z.B. auf die industrielle Massenhaltung von Tieren, auf ihre artfremde Verwöhnung und Verhätschelung, auf ihre pervertierte Ver- und Zermenschlichung durch eigens für sie errichtete "Kultureinrichtungen", und nicht zuletzt auf die satanisch intendierte und massenhaft praktizierte Vivisektion in den verborgenen Tempeln und Hexenküchen der modernen Naturwissenschaft...

Vorerst aber hierzu genug von mir.

Ich hoffe auf rege Resonanz!


Liebe Grüße!

Bernhard


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