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<title>Kosmogonie-Forum - Was spricht für Deunov?</title>
<link>https://kosmogonie.info/Forum/</link>
<description>yet another little forum</description>
<language>de</language>
<item>
<title>Was spricht für Deunov? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Alles sehr interessant das. Ich denke halt, vielleicht geht's auch eine Nummer kleiner?<br />
Haben sich nicht wohl auch zum Beispiel die Apostel, hat sich nicht etwa auch Elias (Johannes...)  und viele andere große Geister bis in die Gegenwart wiederverkörpert?<br />
Vorschlag zur Güte: Eventuell handelt es sich bei Tomberg, Martinus, Deunov ... sehr wohl um große und sehr große Geister, nur eben nicht unbedingt um den Boddhisattva? Die Kennzeichen geistiger Entwicklung sind ja oft ähnlich und die von Steiner angedeuteten für den Boddhisattva weder sehr singulär, noch zwangsläufig erschöpfend. Und nicht so leicht festzustellen überhaupt. Oder wie steht es mit dem Merkmal, dass der Boddhisattva nie vollständig inkarniert ist und sich deswegen immer (immer!) im Zustand der Inspiration befindet? Wer kann das beides überhaupt so einfach überprüfen? Vielleicht lohnt es sich zu warten, bis wir ein Urteil über solche Dinge gefällt haben, bevor wir uns des Fehlurteils &quot;schuldig&quot; machen? <img src="images/smilies/smile.png" alt=":-)" /> Was eben nichts daran ändert, hervorragende Geister als hervorragende Geister in aller ihrer Unterschiedlichkeit und Ähnlichkeit, in all ihrer Größe anzuerkennen.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Mon, 06 Sep 2021 17:00:10 +0000</pubDate>
<dc:creator>Sarosa</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Was spricht für Deunov? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Weder Martinus noch Tomberg. Der jetzige Bodhisattva ist Beinsa Duno (weltlicher Name Peter Deunov)</p>
</blockquote><p>Die Behauptung kursiert, doch ich vermisse eine Begründung. Sofern die Bodhisattva-Frage überhaupt wichtig ist. Denn was hilft es mir oder uns, wenn wir darüber Klarheit haben? Als Mitteleuropäer sind wir ja in der Regel eher auf eigenverantwortliches Handeln und auf durch Selbstschulung erworbene Erkenntnisse aus als auf die Verehrung eines Gurus. Wer die Bodhisattva-Frage stellt, auch unter den Anthroposophen, der ist tendenziell östlich orientiert.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://kosmogonie.info/Forum/index.php?id=301</link>
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<pubDate>Wed, 27 Jan 2021 16:42:27 +0000</pubDate>
<dc:creator>Kosmogonie</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Martinus  im Vergleich zu Valentin Tomberg (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Weder Martinus noch Tomberg. Der jetzige Bodhisattva ist Beinsa Duno (weltlicher Name Peter Deunov)</p>
]]></content:encoded>
<link>https://kosmogonie.info/Forum/index.php?id=300</link>
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<pubDate>Sun, 24 Jan 2021 12:15:49 +0000</pubDate>
<dc:creator>Dobromir</dc:creator>
</item>
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<title>Mein Resümee: Kein &quot;kosmisches Wissen&quot;, sondern den Kosmos behandelnde Systemphilosophie (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Was Martinus vorgelegt hat (soweit mir bekannt aus den Darstellungen von Uwe Todt) ist ein philosophisches welterklärendes System von großartiger Ordnung und Übersichtlichkeit. In gewisser Weise verkörpert es den Kosmos in seiner Wortbedeutung u.A. von &quot;Ordnung&quot; und &quot;Schönheit&quot;. Aber nichts weist für mich darauf hin, daß es aufgrund von höheren Erkenntnissen (im Sinne Steiners) gewonnen wurde. Es ist ein Gedankensystem wie alle derartigen - philosophiegeschichtlich als  überwundenen geltenden - Systeme, und es scheitert folglich wie diese an inneren Widersprüchen. Das ist auch dem Darsteller Uwe Todt aufgefallen. So läßt sich die Welt der Atome (Atom/Stoff-Spirale) zwar irgendwie mit der Welt der Sonnensysteme (Sonnensystem-Spirale) in Parallele setzen, aber bei tieferem Eindringen in die Welt der Atome und der Sonnensysteme merkt man, daß die Parallelisierung ein ziemlicher Gewaltakt ist, mit der sich wohl kein Mikro- oder Makro-Physiker einverstanden erklären würde.</p>
<p>Obwohl die Idee der Reinkarnation in diesem System eine große Rolle spielt, bin ich der Meinung, daß es nicht wirklich dem Okkultismus (üblicherweise &quot;Esoterik&quot; genannt) zuzuordnen ist. Denn dann müßte es zum Gegenstand auch die Wesen der höheren Welten (also der Lebens-, Astral- und noch höherer Welten) zum Gegenstand haben. Solche Wesen sind zwar Bestandteile des Martinus-Systems, aber das nur in dem abstrakten Sinne, wie sie es auch in den philosophischen Systemen, etwa der Monadologie von Leibniz, gewesen sind. Aus diesem Grunde habe ich dieses System in meiner Überschrift als ein Beispiel für &quot;wesenlose Weltbilder&quot; aufgeführt. Die &quot;Wesen&quot; von Martinus erscheinen ähnlich abstrakt wie Atome, ja sind teilweise mit ihnen identisch.</p>
<p>Im Grunde handelt es sich um ein materialistisches System, in welchem die Materie um das Element einer abstrakten Wesenhaftigkeit erweitert worden ist.</p>
<p>Konsequenterweise fehlt nicht nur eine Beschreibung der Erkenntnis-Methode. Nirgends ist die Rede von etwas, das der imaginativen, inspirativen, intuitiven Erkenntnis bei Steiner entspricht. Martinus erklärt sogar, daß ein aktives Bemühen zur Erlangung dieser Erkenntnisse unnötig sei.</p>
<p>Nach alledem kann ich nicht zustimmen, wenn Uwe Todt hier von &quot;Kosmisches Wissen&quot; (so einer seiner Buchtitel) spricht. Wissen muß überprüfbar sein. Vielmehr handelt es sich um ein beeindruckendes welterklärendes Modell, welches dem Leser durch seine &quot;kosmische&quot; Schönheit Befriedigung gewähren kann, aber den nach höheren Erkenntnissen Strebenden nicht unbedingt zufriedenstellt.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://kosmogonie.info/Forum/index.php?id=288</link>
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<pubDate>Fri, 10 Jul 2020 11:36:52 +0000</pubDate>
<dc:creator>Kosmogonie</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Das Schicksalsspiel des Lebens (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kosmogonie</strong><br />
<div class="g">Wie denken Sie denn selbst zu diesem Artikel? Sie werden ihn ja nicht ohne Grund hier veröffentlicht haben.</div></p>
<p><strong>Uwe Todt</strong><br />
Ich denke, dass der Artikel zeigt, dass Martinus mehr war als nur ein Gedankenkonstrukteur.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://kosmogonie.info/Forum/index.php?id=287</link>
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<pubDate>Fri, 10 Jul 2020 08:49:30 +0000</pubDate>
<dc:creator>Uwe Todt</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kein Hochgebirge (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich sehe eine echte Schwierigkeit in unserem Dialog: Sie haben Ihre Vorentscheidung bereits getroffen. Sie gehen wie selbstverständlich von der Prämisse aus, daß Steiner an Martinus zu messen sei, im Widerspruchsfalle also irrelevant sei: </p>
<blockquote><p>Hätte ihm das Martinus-System damals schon zur Verfügung gestanden, hätte er... </p>
</blockquote><p>Nun gilt zwar auch für die Geisteswissenschaft, daß - im Normalfalle - der Eine auf den Anderen aufbaut und seine Vorgänger eventuell berichtigt. Aber hier trifft das nicht zu, denn Martinus hat sich um bisherige Erkenntnisse gar nicht bekümmert. Woher also nehmen Sie die Überzeugung, Steiner hätte sich an Martinus orientiert (eigentlich: er würde sich im Nachhinein korrigieren), wenn er Martinus gelesen hätte?</p>
<p>Weiterhin:</p>
<blockquote><p>Rudolf Steiner ordnete seine übersinnlichen Wahrnehmungen nach der überlieferten christlichen Hierarchienlehre und den überlieferten jüdisch-christlichen Traditionen. </p>
</blockquote><p>Damit leugnen Sie implizit, daß Steiner diesbezüglich eigene Erkenntnisfähigkeiten gehabt habe. Richtig ist, daß Steiner anfangs, z.B. während der Abfassung der Aufsätze zur &quot;Akasha-Chronik&quot;, vereinzelt Namen, Begriffe und sogar Vorstellungen von Vorgängern übernommen hat. So hat er hinsichtlich der atlantischen Rassen die Bezeichnungen übernommen, die von W. Scott-Elliot geprägt worden waren. Aber er hat dies gekennzeichnet, und vor Allem: er ist über seine Vorgänger hinausgegangen, indem er die inneren Verhältnisse beschrieb und dadurch zu völlig neuen Ergebnissen kam.</p>
<p>Eine echte wissenschaftliche Auseinandersetzung (ebenso wie wissenschaftliche Forschung überhaupt) hat zur Voraussetzung die <em><strong>Ergebnisoffenheit</strong></em>. Die haben Sie insoweit aufgegeben. Ich weiß nicht, wie wir unter dieser Voraussetzung ernsthaft diskutieren können.</p>
<p>Sie machen es in etwa so wie die &quot;Steinerianer&quot; es tun: Richtig ist etwas, weil der Meister es so gesagt hat. Zusätzlich operieren Sie mit dem Plausibilitäts-&quot;Beweis&quot;. Aber der führt natürlich nur so weit, wie die eigenen Erkenntnisse reichen.</p>
<p>Lohnt es sich dann noch, daß ich auf den Rest eingehe? Ich versuche es, so gut ich kann.</p>
<blockquote><p>Für die Naturgesetze gibt es meines Wissens gegenwärtig gar keine Erklärung außer der, dass sie immer schon da waren oder der, dass Gott sie erschaffen hat. Martinus fand eine - wie ich finde - sehr einfache und schlüssig Erklärung,</p>
</blockquote><p>Zur Frage der Naturgesetze hat Steiner sich an vielen Stellen und sehr ausführlich geäußert. Daher findet sich bei ihm keine &quot;sehr einfache und schlüssige Erklärung&quot;. Das ist eine Frage des geistigen Niveaus. Was Martinus dazu beiträgt, ist schlechthin trivial. Ich sage nicht, daß es falsch sei. Ich sage nur, daß der geisteswissenschaftlich Interessierte sich damit nicht begnügen kann und - glücklicherweise - auch nicht begnügen muß.</p>
<blockquote><p>Martinus vertrat die Auffassung, dass es keine objektive Wahrnehmung geben kann, weil jede Wahrnehmung auf dem Perspektivprinzip beruht. Um überhaupt wahrnehmen zu können, müssen wir eine bestimmte Perspektive einnehmen und damit alles ausschließen, was aus unserer Perspektive nicht sichtbar ist. Von der Wirklichkeit lassen sich nur Ausschnitte wahrnehmen. </p>
</blockquote><p>Auch das ist in der Wissenschaft - nicht nur in der &quot;Geistes&quot;wissenschaft - eine Trivialität. Es sind zur Relativität und Erkenntnisperspektive sehr viele und sehr differenzierte Modelle entwickelt worden. Sie bilden große Teile in der Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsphilosophie. <br />
 </p>
<blockquote><p>Ich halte Martius für einen Menschen, wie sie nur höchst selten geboren werden.</p>
</blockquote><p>Dazu möchte ich folgenden Vergleich ziehen: In gewisser Hinsicht verhält sich Martinus zu Steiner wie der Islam zum Christentum. Es heißt, der Islam sei eine Religion mit Ansprüchen, die jeder normale Mensch erfüllen kann; dagegen sei das Christentum eine Religion, deren Ansprüche niemand restlos erfüllen kann. Der Islam sei insofern ein Monotheismus &quot;light&quot;, ein Zugeständnis an die Vielen, nachdem sich gezeigt hat, daß die meisten Menschen am Christentum gescheitert seien und im Maße, als sie es ernstnehmen, es nur verzerrt oder kompromißhaft leben können.</p>
<p>In diesem Sinne ist auch die Martinus-Kosmologie eine &quot;Light-Version&quot; der Steinerschen Kosmologie. Man braucht nicht hoch zu klettern, sondern man gelangt schon mit den ersten Schritten auf das Hochplateau. </p>
<p>Was Martinus besonders macht, das ist eine in der Tat ungewöhnliche Fähigkeit, komplexe Dinge unterkomplex darzustellen. Dies gilt insbesondere für seine &quot;Symbole&quot; (eigentlich: Grafiken). Er schrieb sozusagen für das Volk. Stilistisch ist er dem Steiner weit überlegen, und das werte ich an Martinus wirklich positiv. Das Wenige, was an Martinus' Gedankenwelt originell ist (sofern es das wirklich ist), gibt er in perfekter Darstellung. Die ganze Welt hat er reduziert auf ein intellektuell leicht faßliches Modell. Gerade höher gebildete Menschen scheitern, wenn sie das versuchen.</p>
<p>Wenn Sie sagen: Das reicht mir, dann ist das in Ordnung. Aber zu sagen: Wenn der Steiner das bereits gekannt hätte, dann hätte er..., das ist für mich inakzeptabel. Auf Argumente der Plausibilität kann ich mich da nicht mehr einlassen. Vielleicht gibt es andere Gesichtspunkte, worüber wir uns austauschen könnten. Dazu wäre ich weiterhin bereit.</p>
<p>Thomas Lentze</p>
]]></content:encoded>
<link>https://kosmogonie.info/Forum/index.php?id=286</link>
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<pubDate>Thu, 09 Jul 2020 11:41:50 +0000</pubDate>
<dc:creator>Kosmogonie</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Schuf Martinus ein kosmologisches System von sehr beschränktem Wert? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Kosmogonie:<br />
<div class="g"><strong>Resümee:</strong></div></p>
<p><div class="g">Ich halte Martinus' kosmologisches System insgesamt für eine philosophische Konstruktion von sehr beschränktem Wert. Daß er auch echte Eingebungen hatte, bestreite ich nicht. Die sehe ich aber eher in gewissen Details, nicht in seiner Kosmologie. Diese Details sollten wir bereden.</div></p>
<p>Uwe Todt<br />
Wie bereits gesagt, sehe ich dagegen in der Lehre von Martinus eine exoterische Darstellung spiritueller Erfahrungen von sehr hohem Wert, denn sie veränderte meine Sicht der von Steiner in der Anthroposophie dargesstellten Weltentwicklung. Dazu möchte ich weitere Punkte anführen:<br />
<strong>a)Die sogenannten bösen Wesen</strong><br />
Rudolf Steiner ordnete seine übersinnlichen Wahrnehmungen nach der überlieferten christlichen Hierarchienlehre und den überlieferten jüdisch-christlichen Traditionen. Hätte ihm das Martinus-System damals schon zur Verfügung gestanden, hätte er in den soratischen, ahrimanischen und luziferischen Wesen keine seit der Entwicklung des alten Saturns, der alten Sonne und des alten Mondes stehengebliebenen Wesen gesehen, sondern ein bis drei Entwicklungsstufen über dem Menschen stehende Wesen, die auf ihrem Weg zu einer höheren Stufe erneut die Finsternis durchlaufen, dabei aber durch eine viel finstere Finsternis gehen als der Mensch im Tierreich oder gar die Tiere. Diese viel finstere Finsternis gibt ihnen in der weiteren Entwicklung die Möglichkeit auch in ein viel höheres Licht aufzusteigen, denn ein Wesen kann nach Martinus nur so viel Licht aufnehmen als es Finsternis aufgenommen hat.<br />
<strong>b) Die luziferischen und ahrimanischen Wesen</strong>   <br />
Die Unterscheidung der sogenannten bösen Wesen nach luziferischen und ahrimanischen Wesen fand ich in dem kosmologischen System von Martinus nicht, in Beschreibungen seiner Wahrnehmungen aber schon. Nach Martinus durchläuft der Mensch dieselbe Entwicklung wie die Erde mit allen ihren Wesen, wozu auch die drei Wesensgruppen über dem Menschen gehören. Daraus folgt, dass sich bei der Geschlechtertrennung auch die höheren Wesen in luziferische (der weibliche Pol) und ahrimanische Wesen (der männliche Pol) spalteten und sich auch wieder vereinigen werden, wenn der Mensch die Doppelpoligkeit wiedergewonnen hat.<br />
<strong>c) Absteigende Entwicklungen</strong><br />
Rudolf Steiner schaute für die Zukunft absteigende Entwicklungen. So z.B. eine sich im Westen ausbreitende stehengebliebene ahrimanische Menschheit und eine sich im Osten ausbreitende luziferische Menschheit. Martinus sprach nicht von diesen Entwicklungen, aber er unterschied zwischen den Gestaltungen und der Beseelung der Gestaltungen und erklärte, dass es nur kurzfristig absteigende Entwicklungen geben kann, denn es gibt Entwicklungswendepunkte. Wenn ein Wesen im Kreislauf diesen Wendepunkt erreicht hat, dann wendet es sich entweder von der Finsternis zum Licht oder später vom Licht wieder zur Finsternis. Anders wäre ein geordneter Kosmos wie ihn Martinus beschreibt, in dem Wesen in Wesen leben, auch gar nicht möglich. Daraus folgt, dass die Entwicklung einer ahrimanischen und einer luziferischen Menschenrasse dazu dient, Tiere zu einer Vorform des wahren Menschen aufsteigen zu lassen und nicht dazu, wie von Steiner erwartet, dass Menschen, die das Entwicklungsziel nicht erreichten in diesen Formen so lange erstarren, bis sich neue Entwicklungsmöglichkeiten für sie ergeben.   <br />
<strong>c) Erklärung der Naturgesetze</strong><br />
Für die Naturgesetze gibt es meines Wissens gegenwärtig gar keine Erklärung außer der, dass sie immer schon da waren oder der, dass Gott sie erschaffen hat. Martinus fand eine - wie ich finde - sehr einfache und schlüssig Erklärung, die ich am menschlichen Organismus erläutern möchte. Dieser wird durch &quot;Automatfunktionen&quot; gesteuert, wie den Herzschlag, die Atmung, den Blutkreislauf usw. Diese &quot;Automatfunktionen&quot; sind für die Organwesen unseres Körpers Naturgesetze. Als &quot;Automatfunktionen&quot; bezeichnet Martinus Abäufe, die so lange bewusst ausgeführt werden mussten, bis sie durch die Erinnerungen von der Instinktenergie übernommen werden konnten und seitdem automatisch ausgeführt werden, ohne dass man einen Gedanken darauf verschwenden muss. Was wir als Naturgesetze kennen, sind Automatfunktionen unserer Makrowesen, also der Erde, des Sonnenswystems oder der Milchstraße. <br />
<strong>d) Wie leben Wesen in Wesen ?</strong><br />
Auch vor Martinus gab es Menschen, welche die Organe, Zellen und Stoffe sowie die Himmelskörper, Sonnensysteme und Galaxien, ja den gesamten Kosmos als Wesen sahen. Aber wer hat vor ihm das Leben von Wesen in Wesen so konkret beschreiben können wie es Martinus konnte? Wie wir aus der entsprechenden Entfernung von den Pflanzen und Tieren eines Waldes nichts mehr wahrnehmen, sondern nur einen Wald sehen, so haben wir von dem Leben unserer Organe nur eine Waldwahrnehmung (Martinus nennt sie &quot;Stoffwahrnehmung&quot;). Auch die Organe haben von dem Leben ihrer Zellen nur eine Stoffwahrnehmung und so auch jede andere Ebene von der darunter liegenden Ebene. Die darunter liegende Ebene liefert die Wahrnehmung, die umso allgemeiner wird, je weiter sie nach oben wandert und die obere Ebene liefert den darunterliegenden Ebenen den Raum und den Zusammenhang ihres Wirkens. <strong><br />
e) Zur Wahrnehmung</strong><br />
Martinus vertrat die Auffassung, dass es keine objektive Wahrnehmung geben kann, weil jede Wahrnehmung auf dem Perspektivprinzip beruht. Um überhaupt wahrnehmen zu können, müssen wir eine bestimmte Perspektive einnehmen und damit alles ausschließen, was aus unserer Perspektive nicht sichtbar ist. Von der Wirklichkeit lassen sich nur Ausschnitte wahrnehmen. Die sinnliche Wahrnehmung ist genauso wunderbar und rätselhaft wie die übersinnliche Wahrnehmung. Martinus war ein sehr bescheidener Mensch und liebte es gar nicht, durch Mitteilung übersinnlicher Wahrnehmungen bestaunt zu werden. Er bevorzugte Alltagsgespräche, bei denen die anderen Beteiligten mit ihm auf Augenhöhe waren. Nur auf direktes Befragen ging er im Gespräch auf übersinnliche Dinge ein. Diese behandelte er dann so, dass er sich den Verständnismöglichkeiten seiner Gesprächspartners anpasste. Daher seine robuste, oft banal wirkende Ausdrucksweise. Was er aber mitzuteilen hatte, war weiß Gott nicht banal.<br />
  <br />
<strong>Resümee</strong> <br />
Ich halte Martius für einen Menschen, wie sie nur höchst selten geboren werden. Ob meine Einschätzung richtig ist, wird sich erst in der Zukunft erweisen, die zeigen wird, ob die von ihm erwarteten Entwicklungen tatsächlich eingetreten sind.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://kosmogonie.info/Forum/index.php?id=285</link>
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<pubDate>Thu, 09 Jul 2020 08:51:13 +0000</pubDate>
<dc:creator>Uwe Todt</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Das Schicksalsspiel des Lebens (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Mich würde interessieren, wie Sie diesen Artikel beurteilen</p>
</blockquote><p>Stilistisch hervorragend. Eins plus, sozusagen. Anschaulich, fesselnd, perfekt strukturiert, mit großem Tiefgang. </p>
<p>Der Topos des Lebens als Spiel mit einem selbst als Spieler und/oder Zuschauer ist freilich nicht neu (ich glaube, er kommt schon in der antiken Literatur vor). Vorliegend wird  allerdings unverhohlen der Evolutions- und Reinkarnationsgedanke ausgesprochen.</p>
<p>In dem Buch &quot;Die große Scheidung - oder zwischen Himmel und Hölle&quot; des englischen Schriftstellers und Christus-Apologeten C.S. Lewis (1898-1963) findet sich am Schluß ein entfernt ähnliches Motiv: Der Autor erkennt riesenhafte Wesen, die schweigend auf einen Tisch herabblicken. Dort ist ein Schachspiel mit lebendigen Figuren, die sich von selbst bewegen. Ich zitiere: </p>
<p><div class="l">Und die Handlungen und Bewegungen einer jeden Schachfigur waren ein bewegliches Abbild, eine Mimesis oder Pantomime, die die innerste Natur ihres riesenhaften Herrn abzeichnete. Und diese Schachfiguren sind Männer und Frauen, wie sie für sich selbst und für einander in der Welt erscheinen. Und der silberne Tisch ist die Zeit. Und die, die stehen und zusehen, sind die unsterblichen Seelen dieser selben Männer und Frauen.</div></p>
<p>------------</p>
<p>Bemerkenswert ist Martinus' Feststellung, daß man dazu neigt, Menschen zu tadeln, die gegenwärtig das eigene frühere Niveau verkörpern. Einen aktuellen Bezug sehe ich im Umbenennen von Straßen und das Stürzen von Denkmälern durch politisch linksorientierte (insofern <a href="index.php?id=185" class="internal" target="_blank">luziferisch gelenkte</a>) Moral-Imperialisten.</p>
<p>Wie denken Sie denn selbst zu diesem Artikel? Sie werden ihn ja nicht ohne Grund hier veröffentlicht haben.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://kosmogonie.info/Forum/index.php?id=284</link>
<guid>https://kosmogonie.info/Forum/index.php?id=284</guid>
<pubDate>Wed, 08 Jul 2020 23:04:59 +0000</pubDate>
<dc:creator>Kosmogonie</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Das Schicksalsspiel des Lebens (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Ich füge hier einen Artikel von Martinus ein, der kürzlich ins Deutsche übersetzt wurde. Mich würde interessieren, wie Sie diesen Artikel beurteilen:</p>
<p><span style="font-size:150%;"><strong>Das Schicksalsspiel des Lebens</strong></span></p>
<p><strong>1. Wir sind sowohl Schauspieler als auch Zuschauer</strong></p>
<p>Das Lebenserleben der Menschen ist in Wirklichkeit das Erleben eines gigantischen Schauspiels, eines Schauspiels, in dem wir alle eine Rolle haben. Aber das Eigentümliche an diesem großen Schauspiel, das wir Schicksal nennen können, ist, dass wir nicht nur eine Rolle haben oder Schauspieler sind, sondern dass wir gleichzeitig auch Zuschauer sind. Das Schauspiel oder Schicksalsspiel, in dem wir alle sowohl Akteure als auch Zuschauer sind, ist ein ewiges Bühnenpanorama mit wechselnden Szenerien von den bluttriefendsten und hassumsponnensten Dramen mit höllenartigen Kulissen bis zu den glänzendsten Märchen und Liebesszenen mit Kulissen von reinstem mentalem Gold.</p>
<p>Unser Schicksal ist dasselbe wie die Verbindung unserer Gegenwart mit unserer Vergangenheit und unserer Zukunft, und das Schicksalsspiel des Lebens wird daher zu einer Art Darbietung oder Aufführung dieser drei verschiedenen Arten von Zeit. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind drei Rollen im Schicksalsspiel, und unsere eigene Rolle ist die Gegenwart. Wir erleben uns selbst als Gegenwart oder Mittelpunkt in der Ewigkeit genauso, wie wir uns als Mittelpunkt in der Unendlichkeit oder im Universum fühlen.</p>
<p>Als Zuschauer sind wir Zeuge des Zusammenspiels dieser Gegenwart oder unserer eigenen Rolle mit der Vergangenheit und der Zukunft, die von unseren Mitwesen gespielt werden. Alle anderen Mitwesen im Dasein sind unsere Mitspieler im Schicksalsspiel. Einige von ihnen haben die Rolle der Vergangenheit in ihrem Zusammenspiel mit uns, und andere haben die Rolle der Zukunft. Unsere Aufgabe ist es, die Vergangenheit mit der Zukunft zu verbinden und damit die Ganzheit und Einheit des Stückes für den Zuschauer, d.h. für uns selbst, zu vervollkommnen.</p>
<p>Allmählich, wenn das Stück voranschreitet, beginnt der Zuschauer, den Zusammenhang zu ahnen. Der Zuschauer ist ja gerade der Teil unseres Bewusstseins, der erlebt und über die Dinge nachdenkt und gleichsam neben demjenigen Teil von uns steht, der handelt und aktiv ist.<br />
In unserer Eigenschaft als Schauspieler befinden wir uns von der Wiege bis zum Grab   oder anders gesagt: in unserem derzeitigen Leben   auf der Bühne. Das ist unser wacher, tagesbewusster aktiver Einsatz. Wenn wir sterben, verlassen wir die Bühne eine Zeit lang und gehen in die Welt unseres Nachtbewusstseins, die in diesem Zusammenhang mit derjenigen Welt verglichen werden kann, die es im normalen, irdischen Theater hinter der Bühne gibt, die Welt von Maschinisten, Beleuchtern, Garderobiers, Regisseuren oder wie sich all diese Helfer nun nennen mögen, die von den Zuschauerplätzen aus unsichtbar sind, deren Hilfe aber absolut notwendig ist, damit die Aufführung auf der Bühne voranschreiten kann.</p>
<p>Die Schutzgeister und andere geistige Helfer, ohne die sich das Leben hier in der physischen Welt nicht so entfalten könnte, wie es der Fall ist, sind ja gerade die unsichtbaren Regisseure, Beleuchter usw. des großen Schicksalsspiels. Und wenn wir die physische Welt verlassen, treten wir wie die Schauspieler von der Bühne ab und gehen hinein in diesen Raum hinter der Bühne, hinein in die geistige Welt, bis das Schauspiel nach diesem Zwischenakt fortgesetzt werden soll. Und wir, weiterhin in der Rolle der Gegenwart, aber mit einem neuen Kostüm, d.h. mit einem neuen physischen Organismus, sind wieder der Mittelpunkt im Schicksalsspiel des Lebens. </p>
<p><strong>2. Die Rollen der Vergangenheit und der Zukunft</strong></p>
<p>Wenn wir einen solchen neuen Abschnitt des Schicksalsspiels beginnen, haben wir natürlich weiterhin Mitspieler, von denen einige die Rolle der Vergangenheit und andere die Rolle der Zukunft spielen. Die Mitwesen oder Mitspieler, die die Rolle der Vergangenheit spielen, verbinden die Gegenwart mit den vorangegangenen Akten. Aber was sind das für Mitwesen, die diese Rolle in unserem Schicksalsspiel haben?</p>
<p>Unsere Vergangenheit wird von all den Mitwesen gespielt, deren Mentalität ganz genau das Niveau erreicht hat, das den noch unfertigen, primitiven und unentwickelten Teil unseres Bewusstseins ausmacht. Genau diese Wesen sind es, durch die wir unsere eigene Vergangenheit als Schicksal erleben. Sie sind die Werkzeuge oder Schauspieler, die die Vorsehung benutzt, damit wir den unfertigen Seiten unseres eigenen Bewusstseins von Angesicht zu Angesicht gegenübergestellt werden. Durch sie ernten wir in der Gegenwart, was wir in der Vergangenheit gesät haben. Wir werden faktisch – von der Mikrowelt über Pflanzen, Tiere und primitive Menschen bis zu den Menschentypen, die in etwa dieselbe Entwicklungsstufe repräsentieren wie wir selbst – mit unserer eigenen Vergangenheit konfrontiert, verkörpert in unserer eigenen Gegenwart. Wir können hier all die mentalen Stufen und Prinzipien sehen, die der Gegenwart unseres Lebens vorausgegangen sind.</p>
<p>Aber wie kann unsere Zukunft in der Gegenwart repräsentiert werden? Wir sind ja nicht nur von Wesen umgeben, die sich auf niedrigeren Entwicklungsstufen befinden als wir. Vielmehr begegnen wir auch Wesen, die eine ganze Reihe von Torheiten und Unvollkommenheiten überwunden haben, denen wir selbst vielleicht noch unterliegen. Der Zuschauer in uns macht sich seine Gedanken und hat seine Sehnsüchte und Wünsche, was auf der Bühne passieren soll, und wird zu solchen Wünschen geradezu inspiriert, indem er die Handlungsweise der Wesen erlebt, die eine größere Liebe und Intellektualität oder Schöpfungsfähigkeit aufweisen als wir selbst.</p>
<p>Der Zuschauer ist zwar ein passiver Teil, aber nur in der Weise, dass dieser Zuschauer nicht in das eingreift, was derzeit auf der Bühne passiert. Es gibt aber auch eine Form von Aktivität in diesem Teil unseres Bewusstseins, die sich in der Weise bemerkbar macht, dass die Gedanken, Wünsche und Sehnsüchte des Zuschauers in das Überbewusstsein im Schicksalselement einströmen und auf die Talentkerne einwirken. Dort werden die Erfahrungen, die wir machen, gesammelt. Sehnsüchte und Wünsche werden zur Ursache für die Entwicklung neuer Talentkerne und dafür, dass gewisse alte Talente, von deren Entfaltung wir gesättigt sind und die wir als böse auffassen, degenerieren.</p>
<p>Die Aktivität auf der Bühne, die durch uns selbst als derjenige Schauspieler entfaltet wird, der die Rolle der Gegenwart spielt, wird dadurch verändert. Neue Fähigkeiten und Talente können sich so durch Üben und Versuchen allmählich entfalten und zu angeborenen Fähigkeiten werden, die der Schauspieler in den kommenden Akten mitbringt. Dort tritt er oder sie zwar in einer neuen Gestalt auf, ist aber doch dasselbe ewige Wesen, das gerade durch seine Eigenschaften, sowohl als Schauspieler als auch als Zuschauer, Möglichkeiten hat, entwickelt zu werden und daran beteiligt zu sein, die Szenerie oder den Schauplatz von einem höllenartigen, dunklen Zustand voller Schmerzen und Leiden in eine märchenhaft schöne Welt zu verwandeln, in der die Nächstenliebe und die Entfaltung genialer schöpferischer Kräfte das Leben zum schönsten Kunstwerk machen.</p>
<p><strong>3. Wir werden zu Co-Regisseuren</strong></p>
<p>Die Kulissen und Masken wechseln also auf dieser Bühne, die unser physisches Tagesbewusstsein in wechselnden Inkarnationen ist. Es sind aber nur die Szenerien, die verwandelt werden. Es ist derselbe Schauspieler und Zuschauer (wir selbst), der die wechselnden Szenen erlebt und selbst daran beteiligt ist, die Verwandlungen herbeizuführen. Wir sind also nicht nur Schauspieler und Zuschauer, sondern wir sind – allmählich, wenn wir entwickelt werden und der Zuschauer in uns von der Handlung ergriffen wird und anfängt, Wünsche und Sehnsüchte zu erschaffen – auch Co-Regisseure. Jeder von uns wird täglich klüger und wird nicht genau so handeln, wie er es früher einmal getan hat. Daran sollten wir auch denken, wenn wir diejenigen Mitwesen oder Mitspieler in unserem Schicksalsspiel betrachten, die die Vergangenheit repräsentieren. Wir können uns nicht vorstellen, so zu handeln, wie sie handeln, und vielleicht kritisieren wir sie, ja vielleicht sagen wir sogar, dass wir sie verachten. Aber wenn wir uns nicht vorstellen können, das zu tun, was sie tun, so liegt das daran, dass das, was sie tun, unsere Vergangenheit ist. Das ist etwas, was wir ausgelebt haben. Wir haben bereits die Erfahrungen und Talentkerne in unserem Schicksalselement, die bewirken, dass wir nicht mehr rauben und plündern, stehlen und betrügen und auch nicht mehr lügen und verleumden wollen usw. Das ist für uns keine Gegenwart mehr, sondern nur Vergangenheit. Und diese Vergangenheit sehen wir also durch andere Wesen um uns herum repräsentiert.</p>
<p>Aber damals, als diese Eigenschaften Gegenwart für uns waren, hatten wir natürlich nicht die Erfahrungen und Talente, die wir jetzt haben. Aber die haben die Menschen, die zu kritisieren wir vielleicht geneigt sind, auch nicht. Und man kann nicht verlangen, dass ein Individuum von Erfahrungen ausgehend handeln oder denken soll, die es noch nicht hat. Also sind wir in unserer Kritik an ihnen oder in unserer Verachtung ihnen gegenüber fast ebenso dumm, wie sie es sind. Wir haben uns also um jenes kleine bisschen weiter entwickelt, das bewirkt, dass wir nicht mehr so handeln können wie sie, aber nicht genug, um zu sehen und zu verstehen, dass sie zurzeit nicht anders sein können, als sie eben sind, nicht genug, dass wir ihnen vergeben können und vielleicht versuchen würden, ihnen zu helfen. Wir müssen versuchen, daran zu denken, dass wir in ihrem Schicksalsspiel einer der Schauspieler sind, die die Zukunft repräsentieren. Und je mehr wir auf die Zuschauer in ihrem Bewusstsein durch unser Beispiel, durch die Art, wie wir denken, fühlen und handeln, inspirierend wirken können, desto mehr sind wir gerade daran beteiligt, die Szenerie hier auf dem irdischen Schauplatz zu verwandeln. Und außerdem verwandeln wir damit auch unser eigenes Schicksalsspiel.</p>
<p>Nicht nur diejenigen Wesen, die unsere Vergangenheit und den primitiveren Teil unseres Bewusstseins repräsentieren, erschaffen Schicksal. Dort, wo wir mit unseren humanen und intellektuellen Fähigkeiten oder vielleicht nur durch eine liebevolle Wesensart zum Nutzen und zur Freude für andere sind und damit inspirierend auf die Zuschauer in deren Bewusstsein wirken, erschaffen wir auf eine solche Art und Weise für uns selbst Schicksal, dass diejenigen Wesen, die für uns die Zukunft repräsentieren, liebevoll und inspirierend uns gegenüber auftreten werden, und dass sie – durch die Sehnsüchte und Wünsche, die die Entwicklung neuer Talentkerne von hochintellektuellem Charakter in unserem Schicksalselement in Gang setzen – uns neue Möglichkeiten eröffnen werden.</p>
<p><strong>4. Die Wechselwirkung zwischen „Gott“ und dem „Gottessohn“</strong></p>
<p>Wir sind also auch Co-Regisseure im großen Schicksalsspiel. Aber der lebendige und beständig neu erschaffende Ober-Regisseur, der unsichtbar hinter allem im Schauspiel des Lebens anwesend ist, ist die Gottheit, in der wir alle „leben, uns bewegen und sind“. Dieser Regisseur führt die Schauspieler, die unsere Vergangenheit repräsentieren, wie auch die Schauspieler, die unsere Zukunft repräsentieren. Ja, man kann sogar sagen, dass er gewissermaßen mit diesen Schauspielern identisch ist, da deren Ich ein Teil seines Ichs ist, deren Schöpfungsfähigkeit ein Teil seiner Schöpfungsfähigkeit ist, und deren Einkleidung in die Materie, in der sie zurzeit ihre Rolle spielen, ein Organ in seinem großen Organismus ist. Alle unsere Mitspieler im Schicksalsspiel des Lebens sind Werkzeuge der Gottheit.</p>
<p>In Wirklichkeit gibt es also nur zwei, die auf der Bühne auftreten: „Gott“ und „Gottessohn“. Die Kulissen sind alles, was unter den Begriff Natur fällt. Die Maskierungen sind, was Gott betrifft, alles, was unter den Begriff Mitwesen fällt, während die wechselnden Masken und Verkleidungen, was den Gottessohn betrifft, aus all den physischen und seelischen Organismen bestehen, die er durch die Erdenleben oder durch die vielen verschiedenen Stadien der Entwicklung hindurch repräsentiert hat und repräsentieren wird. Alles, was wir repräsentiert haben – vom Mineral angefangen über die Pflanze und das Tier bis zum Erdenmenschen – stellt somit nur Maskierungen dar, derer sich das Ich in bestimmten Situationen bei der Ausführung seiner Rolle im Schicksalsspiel bedienen muss. Und in dieser Weise stellen alle Arten von Mitwesen die speziellen Maskierungen dar, durch die Gott seine Rollenbesetzung in den vielen verschiedenen Szenerien des ewigen Spiels durchführen kann.</p>
<p>Es gibt keine Rolle im Spiel des Lebens, die der Erdenmensch nicht eines Tages spielen könnte. Wenn er durch den Zuschauer in seinem eigenen Bewusstsein eine Rolle begehrt, bekommt er die Möglichkeit, sie zu spielen. Alle können „ganz oben sein“ und gefeiert werden, wenn sie einen ausreichend starken Wunsch danach haben, und sie können in Macht und Herrlichkeit leben. Aber sie müssen natürlich auch die Erfahrungen machen, die sie in einer solchen Rolle anderen beibringen, eventuell in Form von Tyrannei, Hochmut und Gleichgültigkeit dem Leben anderer gegenüber. Das wird ihnen im nächsten Akt begegnen. Dann wird das zu ihrer Vergangenheit und andere Schauspieler im Schicksalsspiel des Lebens, die in der Gegenwart diese Vergangenheit repräsentieren, werden ihnen dort zeigen, wie das von ihrer früheren Umgebung erlebt wurde.</p>
<p>Dadurch entstehen neue Wünsche und Begehren im Bewusstsein, Sehnsüchte nach einem Zustand ohne Tyrannei und Unterdrückung anderer, und die Talente der Nächstenliebe fangen an, ausgebildet zu werden. Keime für hochintellektuelle Lebensentfaltung wachsen im Bewusstsein hervor, und auch wenn Organismus für Organismus verschlissen wird oder stirbt, so treten die Lebewesen in immer schöneren Organismus hervor. Und als Basis für ihr Auftreten auf der Bühne des Lebens dienen ihnen ihr ewiges Ich und ihre ewige Schöpfungsfähigkeit, die sich in der Gegenwart durch die Talentkerne entfaltet, die der Gottessohn in seiner Eigenschaft sowohl als Schauspieler als auch als Zuschauer und beginnender Co-Regisseur im Schicksalsspiel des Lebens ständig im Schicksalselement seines Überbewusstseins entwickelt.</p>
<p>„Der Mensch als Gottes Abbild“ ist der Co-Regisseur im Schicksalsspiel des Lebens, der allmählich die Prinzipien der Schöpfung oder Verwandlung kennengelernt hat, die der „große Regisseur“ ständig entfaltet, nämlich hundertprozentig zur Freude und zum Nutzen für die Lebewesen zu sein, und alle irdischen Wesen sind auf dem Weg zu diesem Zustand. Sie erleben die Akte des Schicksalsspiels nicht gleichzeitig. Einige erleben einen Teil des Spiels, der für andere bereits Vergangenheit ist, und andere erleben etwas in der Gegenwart, das für viele ihrer Mitwesen noch Zukunft ist. Aber alle leben sie ihr tägliches Leben mitten in der Ewigkeit und Unendlichkeit, und kein Wesen wird mehr Licht, Liebe und Glück erleben als irgendein anderes Wesen, obwohl ihr Erleben in der Gegenwart nicht dasselbe ist.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Wed, 08 Jul 2020 11:49:17 +0000</pubDate>
<dc:creator>uwetodt</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Jetzt nähern wir uns dem Kern der Sache! (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ich besitze die beiden Bände DIE GROSSEN ARCANA DES TAROT und habe zweimal versucht, sie zu lesen, habe aber beidemal die Versuche wieder abgebrochen. Es ist nicht meine Welt.</p>
</blockquote><blockquote><p>empfinde ich bei der Lektüre der Arcana des Tarot ein Unbehagen. Der Weg, den er [Valentin Tomberg] beschreitet, ich meine den Weg der Deutung der Erscheinungen, ist nicht der meine.</p>
</blockquote><p>Ich will nicht sagen, bei mir sei es genau umgekehrt. Ein zunehmendes Unbehagen habe ich vielmehr empfunden bei der Lektüre der Bücher von Hasselmann und Schmolke, denen ich in diesem Forum ein eigenes Thema gewidmet habe. Was die Lektüre von Martinus betrifft, genauer: die Lektüre Ihrer Darstellung von Martinus, so war sie mir angenehm und ist mir überwiegend leichtgefallen, weil es sich - jedenfalls bei seinem kosmologischen System - um eine philosophische Kopfgeburt handelt, die auch vor einigen Jahrhunderten hätte geschrieben werden können. Ein übersinnliches Schauvermögen, wie es Steiner m.E. hatte, braucht man dazu nicht. Martinus' System ist einerseits originell, anderseits in mehrfacher Hinsicht inkonsistent, denn es offenbart innere Widersprüche, die Sie ja selbst in Ihren Darstellungen auch festgestellt und durch eigene Erklärungsversuche - ebenfalls Kopfgeburten - aufzulösen versucht haben. </p>
<p>In philosophischer Hinsicht erreicht dieses System aber nicht einmal den Rang früherer welterklärender Systeme, erstens, weil sein Autor völlig ungebildet war (was Sie allerdings positiv werten) und entsprechend formuliert (&quot;Talentkerne&quot;); und zweitens, weil Martinus mit ihm den Anspruch einer göttlichen Offenbarung erhebt (&quot;Drittes Testament&quot;).</p>
<p>Was Martinus Aussagen über die Entwicklung des Menschen in naher Zukunft schreibt, hätte in früherer Zeit allerdings nicht veröffentlicht werden können, und zwar schon wegen der Macht der Kirche. Aber auch hier meine ich, daß es höherer Erkenntnisse nicht oder nicht in besonderem Maße bedurft hat. Steiner hat ja an verschiedenen wenig bekannten Stellen Ähnliches auch schon angedeutet. Man kann zu entsprechenden Einsichten zumindest vermutungsweise auch kommen, wenn man die gegenwärtige Entwicklung sehr aufmerksam beobachtet. Allerdings gestehe ich zu, daß Martinus' Beschreibungen wegen ihrer Klarheit und Detailliertheit sehr anregend auf mich gewirkt haben.</p>
<p>Bleibt noch das Thema mit X1, X2, X3. Das ist etwas, das ich sehr ernstnehme, weil ich zu spüren meine, daß es über mein jetziges Fassungsvermögen hinausreicht und ich mich erst dahin zu entwickeln habe. Allerdings bin ich mir nicht sicher, daß man diese Einsichten nur bei Martinus findet. Es scheint, daß in letzter Zeit viele Menschen derartige Erlebnisse haben, wenn ich das recht verstehe.</p>
<p>------------------</p>
<blockquote><p>Ich fühle mich von der Liebe des Geistes der Welt berührt und möchte mich immer mehr mit ihm verbinden. Dann wird sich die Deutung der Erscheinungen von alleine ergeben.</p>
</blockquote><p>Auch Martinus hielt Übungen zur Entwicklung höherer Erkenntnisse für unnötig. In Widerspruch dazu strebte er aber sehr wohl zu höheren Erkenntnisse, denn sonst hätte er sein welterklärendes System nicht geschaffen (und ihm obendrein noch den Wert einer Offenbarung beigemessen). Es stellt sich mir die folgende Frage: Wenn Martinus das X1-Bewußtsein hatte, also allwissend war, warum findet sich dann bei ihm so wenig, was nur durch ein höheres Erkenntnisvermögen gefunden werden kann? Seine Behauptung, er habe viel mehr gewußt, als er sagen durfte, überzeugt mich aus den schon genannten Gründen keineswegs. Seine Begegnungs-Panne mit Krishnamurti spricht auch nicht dafür.</p>
<p>Nun kann man wohl darüber streiten, was höhere Erkenntnisse sind und was darin zum Vorschein kommen soll. Ich meine: Sinnlich nicht wahrnehmbare Wesen gehören zwingend dazu. Dabei genügt es nicht, festzustellen, daß es derartige Wesen gebe. Das hat Leibniz ja auch getan; gemäß seiner Monadologie besteht die Welt aus unendlich vielen perspektivisch perzipierenden und dynamischen Wesen, hierarchisch strukturiert und prästabiliert in Gott. Soweit ist das &quot;nur&quot; ein philosophischer Gedanke, wenn auch ein äußerst geistreicher. </p>
<p>Worauf es vielmehr ankommt, das ist die Erkenntnis und Beschreibung von Gegebenheiten, auf die man durch Ahnung und/oder bloßes kombinierendes Denken nicht kommen kann. Das ist die unendlich vielfältige Welt der Naturwesen, sowie der übermenschlichen Wesen in ihrer je individuellen Eigenart. Allein von Gott zu reden, das ist zu abstrakt; von der Trinität im Sinne von X1, X2 und X3 zu reden, noch mehr. Und die (auf mich beinahe dümmlich wirkende, pardon!) Rede von den &quot;Talentkernen&quot; ist ein schlechter Ersatz für die Beschreibung der sehr komplizierten Vorgänge der Entwicklung, an der schon beim einzelnen Menschen viele unterschiedliche Wesen beteiligt sind.  </p>
<p>Ich vermisse auch Erkenntnisse zur Unterscheidung der verschiedenen Wahrnehmungsarten; zum Weg der Seele zwischen Tod und neuer Geburt, zu individuellen karmischen Entwicklungen: alles Themen, zu denen sich etwa in den Flensburger Heften über die Naturwesen außerordentlich viel Neues, d.h. über Steiner Hinausgehendes findet. - Sie schreiben, daß Martinus sich weniger mit den Details als mit dem großen Ganzen zu befassen gehabt habe. Aber greift Martinus wirklich weiter aus als Steiner? Seine Daseinsebenen lassen sich, mit der üblichen fantastischen Gewaltsamkeit natürlich, auch dazwischen irgendwo unterbringen, etwa unter den Lebens- und Formstufen.</p>
<p>---------------</p>
<blockquote><p>Ich erinnere mich an die Worte von Sai Baba, die in etwa lauten: „Grabt nicht immer neue Löcher. Vertieft das, was Ihr Euch bereits erarbeitet habt.“ Was ist bereits mein Eigenes, das ich mir erarbeitet habe und weiter vertiefen möchte?</p>
</blockquote><p>Bei mir ist das bereits Erarbeitete die Steinersche Kosmologie (siehe die Hauptseite Kosmogonie.info), die ohne die Hierarchienlehre undenkbar ist. In Bezug auf Martinus habe ich ein neues Loch gegraben. Es war nicht ganz vergeblich, hat aber weniger gebracht als erhofft.</p>
<p>Zum französischen Okkultismus, den Tomberg in seinen &quot;Arcana des Tarot&quot; aufgreift, habe ich allerdings auch kaum Beziehung. Aber hier muß ich dem Tomberg zugutehalten, daß er durch die Anthroposophen äußerst scharfe Zurückweisungen, Verachtung und Schmähung erfahren hat und sich notgedrungen ein anderes Publikum suchen mußte. Übrigens hat Steiner sich das Publikum, das ihm Erfolg verschaffte, also das theosophische, auch nicht ausgesucht. Sein ursprüngliches Ziel war eine akademische Laufbahn mit Anbindung an die deutsche philosophische Tradition.</p>
<p>-------------------</p>
<blockquote><p>Mein Verhältnis zu Martinus ist von grundsätzlichem Vertrauen getragen, wie auch mein Verhältnis zu Rudolf Steiner. Trotz dieses Grundvertrauens denke ich prüfend. Wenn etwas meiner Prüfung nicht standhalten kann, ist es mir nicht möglich es anzunehmen.</p>
</blockquote><p>Ich halte die Weltbilder von Steiner und Martinus für schlechthin unvereinbar, gerade in Hinblick auf die hierarchischen Wesen. Wenn Sie diese auf bloße Imaginationen von Kräften reduzieren, dann, so behaupte ich, leugnen Sie einen unabdingabren Teil von Steiners Werk. Meines Erachtens kann man nicht beide Weltbilder zugleich für wahr halten. Man muß sich entscheiden.</p>
<p>-------------------</p>
<blockquote><p>Als ich etwa fünfzehn Jahre alt war, hörte ich meinem Vater und seiner Schwester bei einer Unterhaltung über religiöse Fragen zu. Mit einmal hörte ich mich sagen: „Ich glaube an die Auferstehung Christi.“ Beide schauten mich verdutzt an. Da wurde mir bewusst, was ich wirklich dachte. Ich meinte die reale leibliche Auferstehung wie Paulus sie sah, und ich blieb dabei.</p>
</blockquote><p>Ich habe mich gefragt, wie Menschen völlig unterschiedlicher geistiger Richtungen zur Anerkennung des Christus gelangen können. Aber eigentlich ist die Sache ja klar: Christus ist für <em><strong>alle</strong></em> Menschen da, und darum &quot;paßt&quot; er auch zu jedem Weltbild.</p>
<p>Meine Entscheidung zum Glauben an Christus ist gefallen, als ich 33 Jahre alt war. Ich habe mir diesen Glauben im Laufe einer echten Lebenskrise erst erarbeiten müssen. Wegweisend war die Lektüre von Max Heindl, und anschließened erst Steiner. Möglicherweise ist das, was man sich spät erarbeitet, wertvoller als das, was man bereits mitbringt - das ist aber nur eine Spekulation.</p>
<p>------------------</p>
<blockquote><p>Ich glaube, dass das Christentum eine Entwicklung von der Transzendenz zur Immanenz durchmacht. Damit nachvollzieht es das Leben, den Tod und die Auferstehung Christi. Der Umschlagspunkt war die Kreuzigung. Im Nachvollzug befinden wir uns derzeit bei der Kreuzigung. Mit „wir“ meine ich die westliche Kulturmenschheit. Wahrscheinlich sind wir bereits bei dem Abstieg zu den Toten. Was uns in der Zukunft erwartet, ist die leibliche Auferstehung des Göttlichen. In dem Sichtbaren werden wir es finden. Nicht mehr transzendent sondern immanent.</p>
</blockquote><p>Das finde ich interessant, aber ich verstehe es noch nicht wirklich. Ebenso finde ich in Ihrem letzten Buch (&quot;Auf der Spur des Ich-Bin&quot;) vieles Interessante, was mich, wenn ich es verstehen würde, vielleicht auch weiterbringen würde. </p>
<p>Meine oben gemachten Bemerkungen zu Martinus gelten natürlich ebenfalls unter dem Vorbehalt, daß ich nichts Wesentliches unbeachtet gelassen habe. Wenn Sie aber meinen, daß das doch der Fall sei, dann scheuen Sie sich nicht, es mir zu sagen.</p>
<p>Thomas Lentze</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Tue, 07 Jul 2020 20:32:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>Kosmogonie</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Grundsätzliches zur Glaubwürdigkeit okkultistischer Schriftsteller und zur Wiederverkörperung (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Glaubwürdigkeit okkultistischer Schriftsteller</strong><br />
<div class="g">Für Martinus dürfte Gleiches gelten. Darum teile ich Ihr Vertrauen in die unbedingte Glaubwürdigkeit von Martinus definitiv nicht. </div></p>
<p><div class="g">Ich halte Martinus' kosmologisches System insgesamt für eine philosophische Konstruktion von sehr beschränktem Wert. Daß er auch echte Eingebungen hatte, bestreite ich nicht. Die sehe ich aber eher in gewissen Details, nicht in seiner Kosmologie. Diese Details sollten wir bereden.</div></p>
<p>Mein Verhältnis zu Martinus ist von grundsätzlichem Vertrauen getragen, wie auch mein Verhältnis zu Rudolf Steiner. Trotz dieses Grundvertrauens denke ich prüfend. Wenn etwas meiner Prüfung nicht standhalten kann, ist es mir nicht möglich es anzunehmen. <br />
Ich besitze die beiden Bände DIE GROSSEN ARCANA DES TAROT und habe zweimal versucht, sie zu lesen, habe aber beidemal die Versuche wieder abgebrochen. Es ist nicht meine Welt. Ich erinnere mich an die Worte von Sai Baba, die in etwa lauten: „Grabt nicht immer neue Löcher. Vertieft das, was Ihr Euch bereits erarbeitet habt.“ Was ist bereits mein Eigenes, das ich mir erarbeitet habe und weiter vertiefen möchte?<br />
 <br />
Obwohl ich nicht getauft wurde und es auch nicht nachgeholt habe, bin ich überzeugter Christ und diese Überzeugung sitzt sehr tief. Als ich etwa fünfzehn Jahre alt war, hörte ich meinem Vater und seiner Schwester bei einer Unterhaltung über religiöse Fragen zu. Mit einmal hörte ich mich sagen: „Ich glaube an die Auferstehung Christi.“ Beide schauten mich verdutzt an. Da wurde mir bewusst, was ich wirklich dachte. Ich meinte die reale leibliche Auferstehung wie Paulus sie sah, und ich blieb dabei.  <br />
Ich glaube, dass das Christentum eine Entwicklung von der Transzendenz zur Immanenz durchmacht. Damit nachvollzieht es das Leben, den Tod und die Auferstehung Christi. Der Umschlagspunkt war die Kreuzigung. Im Nachvollzug befinden wir uns derzeit bei der Kreuzigung. Mit „wir“ meine ich die westliche Kulturmenschheit. Wahrscheinlich sind wir bereits bei dem Abstieg zu den Toten. Was uns in der Zukunft erwartet, ist die leibliche Auferstehung des Göttlichen. In dem Sichtbaren werden wir es finden. Nicht mehr transzendent sondern immanent. </p>
<p>Dorthin scheint mir auch Tombergs Weg zu führen. Trotzdem empfinde ich bei der Lektüre der Arcana des Tarot ein Unbehagen. Der Weg, den er beschreitet, ich meine den Weg der Deutung der Erscheinungen, ist nicht der meine. Ich fühle mich von der Liebe des Geistes der Welt berührt und möchte mich immer mehr mit ihm verbinden. Dann wird sich die Deutung der Erscheinungen von alleine ergeben.<br />
<strong><br />
Zur Wiederverkörperung</strong><br />
<div class="g">Ich stimme Ihren Ausführungen zu, außer in einem Punkt: Unsere Entelechie ist nicht der Schutzengel. Der ist ein Wesen für sich und begleitet uns für eine gewisse Zeit, d.h. wohl noch einige Inkarnationen.</div></p>
<p>Ja, Zustimmung. Die Entelechie ist nicht der Schutzengel.</p>
]]></content:encoded>
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<pubDate>Tue, 07 Jul 2020 16:21:44 +0000</pubDate>
<dc:creator>Uwe Todt</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Ist der Buddhismus eine Art luziferische Fluchtbewegung? (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><div class="g">Ich vermute im Buddhismus (den ich freilich nicht gut kenne) eine Art luziferischer Fluchtbewegung. Man kommt, wenn es gut läuft, zu einer Erleuchtung. Man erlebt sich außerhalb von Raum und Zeit, der Erdenschwere enthoben, und dieses Erlebnis ist beglückend. Aber ich frage mich jedesmal: Was haben mir diese Leute voraus, von ihrer Erleuchtung einmal abgesehen? Sehen sie Dinge, die ich nicht sehe? Haben sie höhere Erkenntnisse über die &quot;erschaffene&quot; geistige Welt, z.B. über Elementarwesen und hierarchische Wesen? Tragen sie dazu bei, die Not von Tieren, Menschen und nichtmenschlichen Wesen zu lindern?</div></p>
<p><div class="g">Mir scheint, daß ich alle diese Fragen verneinen muß. Allerdings kann ich nicht ausschließen, daß diese Erleuchteten nicht doch einen Evolutionsstand verkörpern, der sie irgendwann zu höheren Erkenntnissen und zu wirksamen Liebestaten befähigen wird. Vielleicht sind sie Neugeborene, von denen man sagen kann, daß sie erst heranreifen müssen, und daß die Geburt als solche schon ein glückliches Ereignis ist. - Anderseits gibt es sehr wertvolle Menschen, die keinerlei Erleuchtung gehabt zu haben scheinen.</div></p>
<p>Als Buddha wirkte, war die Polarität von Licht und Finsternis im seelischen Erleben noch völlig unverbunden. Die Menschheit war einem immer stärker werdenden seelischen Finsterniswirken ausgesetzt. Buddha sah keinen anderen Weg zur Erlösung als den Weg zurück zum Licht zu beschreiten und ihn nach seiner Erleuchtung seinen Schülern aufzuzeigen. <br />
Durch Christus kam der Impuls in die Menschheit, Licht und Finsternis in ihrem Erleben ineinander zu verweben und dadurch von ihrem einseitigen Wirken zu erlösen. Das hat Novalis in seinem Gedicht zum Ausdruck gebracht:<br />
Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren<br />
Sind Schlüssel aller Kreaturen,<br />
Wenn die, so singen oder küssen<br />
Mehr als die Tiefgelehrten wissen,<br />
Wenn sich die Welt in’s freie Leben<br />
Und in die Welt wird zurückbegeben,<br />
Wenn dann sich wieder Licht und Schatten<br />
Zu echter Klarheit werden gatten,<br />
Und man in Märchen und Gedichten<br />
Erkennt die ewgen Weltgeschichten,<br />
Dann fliegt von Einem geheimen Wort<br />
Das ganze verkehrte Wesen fort.<br />
Mir scheint, dass auch der Buddhismus von dem neuen Weltimpuls berührt wurde. Im 8. Jahrhundert breitete der Buddhismus sich nach Tibet aus und verband sich dort mit der schamanistischen Bön-Religion. Es entstand der Mahayana-Buddhismus, das große Fahrzeug, der nicht so weltabgewandt ist wie das Hinayana, das kleine Fahrzeug, der ursprüngliche Buddhismus. Es entstand ein Klosterleben verschiedener Schulen mit dem Ideal der Tulkus, den sich wiederverkörpernden Äbten und Meistern der verschiedenen Klöster.<br />
Ich denke, dass sich die vorchristlichen Erleuchteten wieder inkarnieren oder bereits inkarniert haben und damit den christlichen Impuls des Verwebens von Licht und Finsternis aufnehmen, bzw. bereits aufgenommen haben.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://kosmogonie.info/Forum/index.php?id=280</link>
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<pubDate>Tue, 07 Jul 2020 15:24:54 +0000</pubDate>
<dc:creator>Uwe Todt</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Aufstieg und Abstieg der Wesen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><div class="g">Diese Karte zeigt einen absteigenden Affen und einen aufsteigenden Hund; darüber ein Wesen, in welchem sich Tier und Mensch verbinden, sei es zu Anfang oder zu Ende eines Involutions- und Evolutionsweges. Der Affe war einmal Mensch; der Hund strebt zum Menschen.</div></p>
<p>Diese Karte würde ich vor dem Hintergrund der Martinus-Kosmologie anders deuten. Es steigt nicht ein Wesen auf zum Menschen (der Hund) und ein Wesen vom Menschen ab zum Tier (der Affe), sondern die Gestalten, in denen Wesen inkarnieren steigen auf und ab. Der absteigende Affe bietet den Wesen des Tierreiches die Möglichkeit, innerhalb ihrer Entwicklungsmöglichkeiten etwas näher an ihre zukünftige Entwicklung zum Menschen heranzukommen.<br />
Abstieg und Aufstieg gibt es bei Martinus schon. Das Wesen vollzieht den Abstieg in die Finsternis aber innerhalb der Stufe, die es inzwischen erreicht hat. Steigt der Mensch ab zum Menschen im Tierreich, dann nutzt er seine Freiheit &quot;allein, noch tierischer als jedes Tier zu sein&quot; (Schiller).</p>
]]></content:encoded>
<link>https://kosmogonie.info/Forum/index.php?id=279</link>
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<pubDate>Tue, 07 Jul 2020 14:48:05 +0000</pubDate>
<dc:creator>Uwe Todt</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Glaubwürdigkeit von Okkultisten allgemein (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Ich bin zu einer Fortsetzung des Gesprächs bereit, möchte dieses aber gerne als ein Gespräch zwischen uns als Personen fortsetzen, wie ich es oben bereits durchgeführt habe, denn ich kann mich ja nur mit Personen unterhalten, nicht mit der Kosmogonie und auch nicht mit Pseudonymen. Ein Gespräch lohnt sich doch nur mit jemandem, der mit seinem Ich hinter seinen Aussagen steht.</p>
</blockquote><p>Sie haben meinen Klarnamen in Ihrer letzten Mitteilung dreimal ausgeschrieben, was ich vorerst korrigiert habe. Im Nachhinein willige ich ein, daß Sie mich mit Klarnamen anreden, zumal ich Ihre Gründe verstehe. Allerdings kann ich als Administrator meinen Autorennamen (&quot;Kosmogonie&quot;) in diesem Forum nicht mehr ändern. Ich kann höchstens noch meine Texte mit meinem Klarnamen &quot;unterschreiben&quot;. </p>
<p>Ich habe alle Bücher, die Sie im Novalis-Verlag veröffentlicht haben, gelesen und ich habe auch die Inhalte größtenteils wohl parat. Daher brauchen Sie nicht auf Textstellen verweisen. Außer natürlich, wenn ich Sie aus dem Gedächtnis falsch zitiere.</p>
<p>------------------</p>
<p><em><strong>Grundsätzliches zur Glaubwürdigkeit okkultistischer Schriftsteller</strong></em></p>
<p>Ich unterstelle, daß es keinen Menschen gibt, dem man alles glauben darf. Für Steiner gilt ungefähr, was er (fälschlich) dem Papst unterstellt hat: </p>
<p><div class="w">Das Fatale ist, daß der Papst es nie sagt, ob er ex cathedra spricht oder ob er privat spricht.</div> </p>
<p>(Zitiert nach Kriele, Anthroposophie und Kirche, S. 197) Entsprechend weiß man bei Steiner meist ebenfalls nicht, ob er aus Inspiration spricht, oder ob er Gehörtes oder Angelesenes wiedergibt (darunter sogar falsche Zeitungsnachrichten), oder ob er sich etwas ausgedacht hat. Und Manches, was er vor Mitgliedern sagte, war nicht nur dumm, sondern geradezu peinlich. Beispiele habe ich ja in diesem Forum reichlich angeführt, und auch auf der Hauptseite in der Einleitung.</p>
<p>Für Martinus dürfte Gleiches gelten. <strong>Darum teile ich Ihr Vertrauen in die unbedingte Glaubwürdigkeit von Martinus definitiv nicht.</strong> Zu diesem Glaubwürdigkeitsproblem hat <em><strong>Tomberg</strong></em> in seinen &quot;Arcana des Tarot&quot;, zwanzigster Brief (Das Gericht - Arcanaum er Auferstehung) etwas geschrieben, was mich sehr überzeugt (Hervorhebungen in Golddruck durch mich):</p>
<p><div class="l"><span class="r">So beschränken sich also die Erfahrungen der &quot;Akasha-Chronik&quot;, wie sie von Okkultisten, Esoterikern, Mystikern und Hermetikern gemacht worden sind, immer auf Teile von ihr.</span> Als allgemeine Regel gilt, daß ihr ertragbares Maß im Falle der intuiven Erfahrung am größten ist; es verringert sich bei der inspirativen Erfahrung, und es ist am eingeschränktesten bei der visionären Erfahrung.</div></p>
<p><div class="l">So hatte sich zum Beispiel Fabre d'Olivet auf eine Anzahl von Visionen oder Szenen der zweiten &quot;Akasha-Chronik&quot; gestützt. Es handelte sich dabei um Auszüge - um einige Seiten aus einem umfangreichen Buch -, und seine intellektuelle Spekulation setzte die Bindestriche zwischen die  isolierten Szenen seiner Visionen und schloß die Lücken zwischen dem, was er geschaut und dem, was er nicht geschaut hatte. Darum nannte er mit Recht sein Werk &quot;<em>Philosophische</em> Geschichte des  Menschengeschlechtes&quot;, denn der Hauptteil seiner Schrift geht auf seine Philosophie zurück, d.h. auf Interpretation und verstandesmäßige  Spekulation.</div></p>
<p><div class="l">Es wäre also ein schwerwiegender Irrtum, das Buch von Fabre d'Olivet einzig und allein als <em>Offenbarung</em> oder Darstellung dessen anzusehen, was er in der &quot;Akasha-Chronik&quot; gelesen hat. Es finden sich dort nicht nur Stellen, wo die Vorliebe des Verfassers eine Rolle spielt, sondern auch sehr bestimmte Vorurteile (z.B. gegen das Christentum) - was im übrigen sein Verdienst nicht schmälert, der &quot;Engel der Tradition&quot; zu Beginn des 19. Jahrhunderts gewesen zu sein und einige wichtige Aspekte der hermetischen Tradition wachgerufen, vielleicht sogar gerettet zu haben. Denn er hat als erster die Geschichte auf das Niveau der Hermetik erhoben, der vor Fabre d'Olivet eine deutlich aufgezeichnete Schau und Sicht der Weltgeschichte fehlte. Der mystische Aspekt - das alchemistische große Werk des neuen Menschen und der geheiligten Magie - spielte in der Hermetik während langer Zeit die Hauptrolle.</div></p>
<p><div class="l">Fabre d'Olivet ist es zu verdanken, daß eine Strömung der <em>esoterischen Geschichte</em> aufkam, deren Repräsentanten Saint-Yves d'Alveydre, Blavatsky und Rudolf Steiner sind, um nur die bekanntesten Namen zu nennen. Aber obwohl seit der Zeit von Fabre d'Olivet der esoterische Historismus eine unerhörte Entwicklung erfahren hat und grandiose Werke erschienen sind - zum Beispiel &quot;Aus der Akasha-Chronik&quot; (1904/1908) und die Kapitel über die kosmische Geschichte in der &quot;Geheimwissenschaft im Umriß&quot; (1910) von Rudolf Steiner - <span class="r">bezieht sich das, was wir soeben vom Werk Fabre d'Olivets gesagt haben, gleicherweise auch auf seine Nachfolger im Bereich des auf der &quot;Akasha-Chronik&quot; fußenden esoterischen Historismus.</span> </div></p>
<p><div class="l">Denn welches auch das Ausmaß ihrer Erfahrung der &quot;Akasha-Chronik&quot; sein mag, wie eindrucksvoll die Ergebnisse ihres Strebens nach Auswertung ihrer Erfahrungen auch sein mögen, diese bleiben nichtsdestoweniger fragmentarisch; und der mehr oder weniger von Erfolg gekrönten intellektuellen Anstrengung der Verfassung verdanken wir die logische oder künstlerische Verknüpfung ihrer vermeintlichen Beschreibung der &quot;Akasha-Chronik&quot;. <span class="r">Jeder dieser Verfasser der esoterischen Geschichte hat Lücken in der Erfahrung seiner Quelle - der &quot;Akasha-Chronik&quot; - und hat sie geschlossen, indem er beim Verstand und bei der Gelehrsamkeit, über die er verfügte, Zuflucht nahm.</span> </div></p>
<p><div class="l">So ist also die Lage des esoterischen Historismus gegenwärtig die, <span class="r">daß man nicht auf irgendein besonderes Werk schwören kann;</span> auch dort bedarf es gemeinsamer Arbeit, die von Generation zu Generation fortgesetzt wird - d.h., es bedarf der <em>lebendigen Tradition</em>, wo jeder die Arbeit seiner Vorgänger fortsetzt, ihre Wahrheiten bestätigt, ihre Lücken schließt, und ihre Irrtümer in der Interpretation oder der Schau korrigiert. <span class="r">Niemand sollte heute mehr eigenmächtig im Bereich der esoterischen Geschichte &quot;ganz von neuem beginnen&quot;, auch wenn er der größte Seher und der tiefste Denker wäre.</span> Künftig wird es nicht um vereinzelte Geistesblitze handeln, sondern um eine gemeinsame Fortsetzung der <em>Tradition</em>, d.h. an der langsamen, aber stetigen Vermehrung des Lichtes, dessen Morgenröte das Lebenswerk von Fabre d'Olivet war.</div></p>
<p><em><strong>Resümee:</strong></em> </p>
<p>Ich halte Martinus' kosmologisches System insgesamt für eine philosophische Konstruktion von sehr beschränktem Wert. Daß er <strong>auch</strong> echte Eingebungen hatte, bestreite ich nicht. Die sehe ich aber eher in gewissen Details, nicht in seiner Kosmologie. Diese Details sollten wir bereden.</p>
<p>------------------</p>
<p><strong><em>Zur Boddhisattva-Frage:</em></strong> </p>
<p>Den zitierten Anthrowiki-Artikel habe ich gelesen. Ich entnehme ihm, daß der Boddhisattva keineswegs, wie Sie behauptet haben, vor seiner Erleuchtung völlig unbekannt gewesen muß. Denn vorbildlich ist ja die Inkarnation Christi in Jesus. Und Jesus war zuvor durchaus schon als Gottesmensch hervorgetreten, sogar schon mit der Geburt gemäß dem Matthäus-Evangelium. Denn die drei Priesterkönige aus dem Morgenland kamen ja zu ihm, weil sie in ihm etwas Besonderes erkannt hatten. Als 12-Jähriger erregte Jesus dann großes Aufsehen bei der Diskussion mit Theologen. Und sogar als Zimmermanngeselle (siehe Steiners 5. Evangelium) hinterließ er überall, wo er hinkam, starke Eindrücke. </p>
<p>Insofern gilt Ihr Einwand selbstverständlich nicht, daß Tomberg allein schon deswegen nicht der Boddhisattva gewesen sein könne, weil er, anders als Martinus, hoch gebildet und nicht mehr ganz unbekannt war.</p>
<p>-------------------</p>
<p><em><strong>Zur Wiederverkörperung:</strong></em></p>
<p>Ich stimme Ihren Ausführungen zu, außer in einem Punkt: Unsere Entelechie ist nicht der Schutzengel. Der ist ein Wesen für sich und begleitet uns für eine gewisse Zeit, d.h. wohl noch einige Inkarnationen. </p>
<p>----------------</p>
<p><em><strong>Zu Leibniz:</strong></em></p>
<p>Auch wenn Sie bisher nichts von ihm gelesen haben, so empfehle ich Ihnen nachdrücklich, meinen diesbezüglichen <a href="index.php?id=182" class="internal" target="_blank">Artikel</a> zu lesen. Er handelt natürlich nicht von Martinus, aber ist das ein Grund, ihn nicht zu lesen? Vorkenntnisse sind wirklich nicht nötig.</p>
<p>Beachten Sie bitte auch meine anderen Beiträge zum Martinus-Thema (in diesem Thread), zu denen ich auch gerne Ihre Antwort lesen würde.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen!<br />
Thomas Lentze</p>
]]></content:encoded>
<link>https://kosmogonie.info/Forum/index.php?id=278</link>
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<pubDate>Sat, 04 Jul 2020 20:46:23 +0000</pubDate>
<dc:creator>Kosmogonie</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Esoterik und Exoterik, Wiederverkörperung, Fortsetzung des Gesprächs (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Esoterik und Exoterik</strong></p>
<p><div class="g">[Kosmogonie:] Ist das wirklich okkultes Wissen? Martinus war, wie Sie selbst bestätigen, ein Exoteriker. Insofern kann es sich nicht um okkultes Wissen handeln. Was er vorgelegt hat, ist ein philosophisches welterklärendes System, also ein Gedankensystem, das auf den ersten Blick widerspruchsfrei erscheint, bei tieferem Eindringen dann aber doch Widersprüche zeitigt. <br />
Dieses System beruht im Wesentlichen auf einem durchaus originellen Gedanken - dem der Selbstähnlichkeit als Verschachtelung -, den es aber ins Uferlose ausreizt und letztlich, wie mir scheint, ad absurdum führt. Das ist übrigens typisch für alle philosophischen Systeme.</div></p>
<p>Als ich schrieb, dass ich zustimme, dass Martinus ein Exoteriker ist, hatte ich die Darstellung seiner Lehre im Auge, mit der er sich an die Menschen wandte, die nicht mehr glauben können, aber verstehen möchten. Esoterik beruht ja auch auf Glauben, nämlich dem Glauben daran, dass der Esoteriker seine realen Erfahrungen mitteilt und keine Phantasien. <br />
Ich habe mehrfach in meinen Büchern dargestellt, dass Martinus‘ exoterisch dargestelltes Weltbild auf Erfahrung und nicht auf Spekulation beruht. Lesen Sie dazu bitte in meiner Martinusbiographie die Kapitel II Die ‚große Geburt‘ und Kapitel III Die Freundschaft mit Lars Nibelvang. Oder in meinem zweiten Martinusband Sein Werk, die Einführung II. Zur Wirklichkeit <em>außerhalb von Raum und Zeit.</em><br />
In Gesprächen und Vorträgen hat Martinus auch okkulte Wahrnehmungen direkt mitgeteilt. Sie finden Mitteilungen über die bevorstehende Apokalypse in meinem Buch Kosmisches Wissen auf Seite 122. Ich habe auch einmal einen Artikel von Martinus über die Kontrolle der Menschheit durch höhere Wesenheiten an interessierte Freunde verschickt. In dem Fall ging es um die gleichzeitig in den USA und der Sowjetunion beobachtete Stilllegung von atomaren Raketenstationen durch UFOs. Wenn es Sie interessiert, suche ich den Artikel heraus und schicke Ihnen diesen.<br />
Mein holländischer Freund Gerard Oude Green, der bereits in meinem Alter ist und auch in meiner Martinus-Biographie vorkommt und mit Martinus befreundet war, hat mir erzählt, dass Martinus noch mit einem atomar ausgetragenen dritten Weltkrieg rechnete. Martinus habe zu ihm, also Gerard, gesagt, es würden nur so viele Atombomben gezündet werden können, wie notwendig seien, um der Menschheit ein Erwachen zu ermöglichen (sinngemäß, nicht wörtlich so geäußert. An die wörtliche Äußerung erinnere ich mich nicht).  <br />
Ich möchte Sie auch noch auf meine Darstellung zur Bodhisattva-Frage in Anthrowwiki verweisen. Sie finden diese, wenn Sie hier klicken <br />
 <a href="http://anthrowiki.at/Maitreya" target="_blank">http://anthrowiki.at/Maitreya</a><br />
und dann den Abschnitt Neue Veröffentlichungen zur Bodhisattva-Frage lesen.<br />
__________________________</p>
<p><strong>Wiederverkörperung</strong></p>
<p><div class="g">[Kosmogonie:] Ich komme immer mehr zur (experimentellen) Vorstellung, daß Martinus eine Wiederverkörperung von Leibniz war. Denn dieser hat mit seiner &quot;Monadologie&quot; die Idee, daß die Welt sich aus beseelten Atomen zusammensetzt, gestuft von zuunterst bis hinauf zu Gott, wohl zuerst ausgeführt, vgl. meine Erwähnung hier. Er war Mathematiker, sozusagen also &quot;zahlenorientiert&quot;, Rationalist, und er war Optimist.</div></p>
<p>Leider kann ich mich nicht zu Leibnitz äußern, weil ich sein Werk nicht kenne. Ich würde aber gerne das angeführte Zitat nutzen, um ein Gespräch über die Wiederverkörperung zu führen. <br />
Ich bin davon überzeugt, dass ich eine Emanation meiner Entelechie bin. Statt Entelechie könnte man auch Schutzengel sagen. Nach meinem Tode kehre ich nach Ablegen aller irdischen Reste zu meiner Entelechie zurück und lebe damit im Leben des Geistes der Welt. Zur angemessenen Zeit bringt mein Überbewusstsein, das ein individualisierter Ausschnitt aus dem Überbewusstsein des Geistes der Wet ist (X2) eine neue Person hervor, in der ich mich dann in einem neuen Leben wiederfinde. Diese neue Person versucht alle Fehler, die ich gemacht habe, und Einseitigkeiten, die mir anhafteten, wieder auszugleichen. Ich bin es wieder, aber in einer Person mit anderen Eigenschaften und meistens auch in einem anderen Volk. Zu meiner letzten Person steht die zukünftige Person in einem Verhältnis wie die Antithese zur These. Sie ist aber nicht nur Antithese, sondern sie nimmt auch etwas Neues auf, mit der ich mich bisher noch nicht verbunden habe, also eine neue These. Da ich schon oft gelebt habe, ist meine gegenwärtige Verkörperung zugleich eine Synthese aus meiner vorletzten und meiner letzten Inkarnation. Also meine Wiederverkörperungen verlaufen nach dem sich überlagernde Dreischritt von These – Antithese – Synthese. <br />
So habe ich also nicht nur eine Ahnenreihe aus der gegenwärtigen Inkarnation sondern auch eine Ahnenreihe aus meinen eigenen Verkörperungen. Hier finden sich erfolgreiche Sieger, aber auch sehr unglückliche Existenzen. Wenn man weit genug zurückgeht, finden sich auch – nach heutigen Maßstäben – herzlose Mörder unter ihnen, die damals als Helden gefeiert wurden. Je öfter jemand bereits als Mensch gelebt hat, je kunstvoller ausgearbeitet wird er sein und umso ähnlicher wird die gegenwärtige Person der letztvergangenen.<br />
________________________</p>
<p><strong>Fortsetzung des Gesprächs</strong></p>
<p><div class="g">[Kosmogonie:] Es gibt also gewisse Bezüge zwischen Leibniz und Martinus, die ich noch untersuchen will, und die mich veranlassen, Martinus nicht gleich &quot;abzuhaken&quot;. Davon abgesehen würde ich gerne die Diskussion mit Ihnen fortsetzen, sofern Sie dafür offen sind und einen Sinn darin sehen.</div></p>
<p>Ich bin zu einer Fortsetzung des Gesprächs bereit, möchte dieses aber gerne als ein Gespräch zwischen uns als Personen fortsetzen, wie ich es oben bereits durchgeführt habe, denn ich kann mich ja nur mit Personen unterhalten, nicht mit der Kosmogonie und auch nicht mit Pseudonymen. Ein Gespräch lohnt sich doch nur mit jemandem, der mit seinem Ich hinter seinen Aussagen steht. Wenn Sie das auch so sehen, können wir unser Gespräch über jedes Thema fortsetzen, in dem ich mich auskenne, was bei Leibniz, wie bereits gesagt, leider nicht der Fall ist.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://kosmogonie.info/Forum/index.php?id=277</link>
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<pubDate>Sat, 04 Jul 2020 16:12:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>Uwe Todt</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Martinus und Valentin Tomberg - und Leibniz (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Er wollte ihnen die Verzweiflung und den Schmerz nehmen, der sie angesichts des oft so hoffnungslos erscheinenden Lebens erfüllte und ihnen das Gute bringen, indem er ihren Blick von ihrer persönlichen <em>lokalen Perspektive</em> zu der Kette ihrer Wiederverkörperungen und dem zwischen den Verkörperungen liegenden geistigen Leben erhob und ihnen zeigte, in welch wunderbarer Weise der Geist der Welt (Martinus nennt ihn Gott) alles ineinander webt und erlösend weiterführt.</p>
</blockquote><p>Es gibt eine riesige, nicht mehr überschaubare Zahl von Büchern und Autoren, über die sich Ähnliches sagen läßt. Neuerdings etwa Christina von Dreien.</p>
<p>Im Übrigen ist die Frage, wer der von Steiner vorhergesagte Boddhisattva war, für mich von keinem besonderen Interesse. Das Werk soll ja aus sich selbst überzeugen, und nicht aufgrund von Autorität.</p>
<p>------<br />
  </p>
<blockquote><p>Dabei erweiterte er das okkulte Wissen.</p>
</blockquote><p>Ist das wirklich okkultes Wissen? Martinus war, wie Sie selbst bestätigen, ein Exoteriker. Insofern kann es sich nicht um okkultes Wissen handeln. Was er vorgelegt hat, ist ein philosophisches welterklärendes System, also ein Gedankensystem, das auf den ersten Blick widerspruchsfrei erscheint, bei tieferem Eindringen dann aber doch Widersprüche zeitigt. </p>
<p>Dieses System beruht im Wesentlichen auf einem durchaus originellen Gedanken - dem der Selbstähnlichkeit als Verschachtelung -, den es aber ins Uferlose ausreizt und letztlich, wie mir scheint, ad absurdum führt. Das ist übrigens typisch für alle philosophischen Systeme.</p>
<p>-----------------------------<br />
 </p>
<blockquote><p>Er erweiterte die Geheimwissenschaft Steiners und der Theosophen um die Entwicklungen, die vor der Saturnentwicklung liegen und die auf die Vulkanentwicklung folgen,</p>
</blockquote><p>Da sehe ich einen argumentativen Fehler. Man kann nur erweitern, was man kennt. Martinus kannte aber die theosophischen und anthroposophischen Ideen nicht. Was er getan hat, ist lediglich, einen bestimmten systembildenden Gedanken grenzenlos zu extrapolieren. Somit hat er &quot;nur&quot;  konstruiert. Auf diese Weise vor den Saturn und hinter den Vulkan zu gelangen, ist selbstverständlich möglich. </p>
<p>Ich hoffe, daß Sie mir zustimmen können, wenn ich sage, daß zwischen Konstruktion und Erkenntnis ein wesentlicher Unterschied besteht. Konstruieren, und zwar so, daß es innerhalb von Grenzen widerspruchsfrei bleibt, kann man Vieles. Für eine Erkenntnis - sie mag wahr oder erlogen sein - genügt das aber nicht. Sie muß zu einem Ergebnis kommen, welches auf konstruierende Weise nicht - oder nur rein zufällig - zu erreichen ist. So kann man zwar behaupten, daß die 7er-Kreise in den Darstellungen von Sinnett bis Steiner konstruiert seien. Aber Steiners Beschreibungen der seelischen Erlebnisse der dahinterstehenden hierarchischen Wesen individualisieren die einzelnen Schritte derart, daß sie ihre reine Gedanklichkeit verlieren. Es ist offensichtlich, daß Steiner da etwas erlebt, und nicht (nur) konstruiert hat.</p>
<p>----------  <br />
 </p>
<blockquote><p>Er zeigte den Sinn der Geschlechtertrennung auf und verkündete den Prozess der sich bereits zu vollziehen beginnenden Wiedervereinigung der Geschlechter.</p>
</blockquote><p>Das ist es, woraus ich einen wirklichen Gewinn gezogen habe. Nicht so sehr durch wirklich neue Einzelheiten, vielmehr durch die breite und insofern erhellende Darstellung. <br />
 <br />
-----------</p>
<p>Ich bedaure, daß Sie, Herr Todt, bisher nicht auf meine Gedanken eingegangen sind, die ich in anderen Einträgen dieses Threads zum Martinus-Thema geäußert habe. Eigentlich wollte ich ein vorläufiges Resümee in die Hauptlinie stellen. Ich gebe das Resümee an dieser Stelle:</p>
<p>Ich komme immer mehr zur (experimentellen) Vorstellung, daß Martinus eine Wiederverkörperung von <strong>Leibniz</strong> war. Denn dieser hat mit seiner &quot;Monadologie&quot; die Idee, daß die Welt sich aus beseelten Atomen zusammensetzt, gestuft von zuunterst bis hinauf zu Gott, wohl zuerst ausgeführt, vgl. meine Erwähnung <a href="index.php?id=182" class="internal" target="_blank">hier</a>. Er war Mathematiker, sozusagen also &quot;zahlenorientiert&quot;, Rationalist, und er war Optimist. </p>
<p>Es gibt also gewisse Bezüge zwischen Leibniz und Martinus, die ich noch untersuchen will, und die mich veranlassen, Martinus nicht gleich &quot;abzuhaken&quot;. Davon abgesehen würde ich gerne die Diskussion mit Ihnen fortsetzen, sofern Sie dafür offen sind und einen Sinn darin sehen.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://kosmogonie.info/Forum/index.php?id=276</link>
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<pubDate>Fri, 03 Jul 2020 11:08:36 +0000</pubDate>
<dc:creator>Kosmogonie</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Martinus und Valentin Tomberg (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Uwe Todt<br />
<div class="g">dass der Boddhisattva als der Bringer des Guten gilt und Martinus immer wieder betonte: &quot;Alles ist sehr gut&quot;.</div></p>
<p>Antwort Kosmogonie<br />
 <br />
<div class="g">Es gab und gibt noch mehr Menschen, die das betonen, und manche von ihnen tun das jeden Tag. Das sind die gewohnheitsmäßigen Optimisten. Bei anderen ist es eine tief durchdachte philosophische Überzeugung, als Beispiel nenne ich Leibniz. Doch macht diese Haltung bzw. Überzeugung jemandem auch zum Bringer des Guten? Das ist doch die entscheidende Frage.</div></p>
<p> <br />
Sehr richtig. Martinus sagte einmal zu seinem Freund Lars Nibelvang, dass es ihm darum gehe, Gott vor den Menschen zu rechtfertigen. Er wollte ihnen die Verzweiflung und den Schmerz nehmen, der sie angesichts des oft so hoffnungslos erscheinenden Lebens erfüllte und ihnen das Gute bringen, indem er ihren Blick von ihrer persönlichen <em>lokalen Perspektive</em> zu der Kette ihrer Wiederverkörperungen und dem zwischen den Verkörperungen liegenden geistigen Leben erhob und ihnen zeigte, in welch wunderbarer Weise der Geist der Welt (Martinus nennt ihn Gott) alles ineinander webt und erlösend weiterführt.<br />
 <br />
Dabei erweiterte er das okkulte Wissen. Ich nenne dazu drei Dinge:<br />
 <br />
• Er erweiterte die Geheimwissenschaft Steiners und der Theosophen um die Entwicklungen, die vor der Saturnentwicklung liegen und die auf die Vulkanentwicklung folgen, also um die Entwicklungen auf der Organebene, der Zellebene und der Stoffebene und die Entwicklungen auf der Himmelskörperebene, der Sonnensystemebene und der Galaxienebene.<br />
• Er zeigte auf, dass alle Wesen aus dem Geist der Welt hervorgehen und mit ihm eine Einheit bilden, in welcher der Geist der Welt erst durch die Wesen von sich selber weiß und die Wesen durch den Geist der Welt ihr Eigensein haben. <br />
• Er zeigte den Sinn der Geschlechtertrennung auf und verkündete den Prozess der sich bereits zu vollziehen beginnenden Wiedervereinigung der Geschlechter.</p>
<p>__________ <br />
Uwe Todt</p>
<p><div class="g">oder wenn bei der Venusentwicklung die Stunde 6.6.6. schlägt, nach der es keine Umkehrmöglichkeit für die bösen Wesen mehr gibt und sie in eine Entwicklung übergehen, für die es keinen Ausdruck mehr gibt. Ich gehe davon aus, dass Tomberg diese Sicht von Steiner teilt.</div></p>
<p>Antwort Kosmogonie</p>
<p><div class="g">Auch hier müssen wir unterscheiden zwischen dem (philosophischen) Optimismus und einem Tun oder Bringen des Guten. Man kann das Schlimmste befürchten und trotzdem, oder gerade deswegen, das Gute tun. <br />
Vor Allem aber erkenne ich Ihr Argument als logisch ungültig, denn: Wie konnte Steiner, auf dessen Ankündigung und Beschreibung des Boddhisattva wir uns beziehen, den Bringer des Guten als jemanden bezeichnen, der seiner eigenen (d.h. Steiners) Weltsicht diametral entgegensteht? Dann hätte Steiner entweder sich selbst oder aber den Boddhisattva verleugnen müssen.</div> </p>
<p>Sie gehen davon aus, dass Steiner bereits alles wusste, was Martinus an Neuem brachte, es aber nicht aussprach. Warum hat er es dann nicht ausgesprochen? Er hat doch mehrfach betont, dass die Zeit des Geheimhaltens vorbei ist.</p>
<p>_______________<br />
Uwe Todt</p>
<p><div class="g">und war danach auch nicht alles aus eigener Kraft, sondern er baute auf dem Werk von Rudolf Steiner auf.</div></p>
<p>Kosmogonie<br />
<div class="g">Das tat er nur bedingt. Ich möchte sagen: Er knüpfte an Steiners Werk an, und das auch nur solange, als er es mit Anthroposophen zu tun hatte. </div></p>
<p>Was mit dem „alles aus eigener Kraft“ gemeint ist, kommt in dem Leben von Martinus geradezu exemplarisch zum Ausdruck, denn er wurde buchstäblich am untersten Ende der sozialen Skala als das fünfte uneheliche Kind einer Dienstmagd und eines Pferdeknechts geboren. Als er seine beiden Einweihungserlebnisse hatte, war er ein Molkereiangestellter mit einer sechsjährigen Volksschulausbildung, der so gut wie nichts von Philosophie, Theosophie, Anthroposophie oder anderer Esoterik wusste. Ihm war nicht einmal die  Lehre von der Wiederverkörperung bekannt.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://kosmogonie.info/Forum/index.php?id=275</link>
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<pubDate>Fri, 03 Jul 2020 03:38:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>Uwe Todt</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Kann Valentin Tomberg... Ja! (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>dass Tomberg auf eine diesbezügliche Frage erklärte, er sei nicht der Boddhisattva.</p>
</blockquote><p>Und Johannes der Täufer verneinte auf die Frage, ob er Elias sei. Das werte ich in beiden Fällen als Aufforderung, selber nachzudenken, und nicht auf Autorität hin zu glauben.</p>
<blockquote><p>dass der Boddhisattva als der Bringer des Guten gilt und Martinus immer wieder betonte: &quot;<em>Alles ist sehr gut</em>&quot;. </p>
</blockquote><p>Es gab und gibt noch mehr Menschen, die das betonen, und manche von ihnen tun das jeden Tag. Das sind die gewohnheitsmäßigen Optimisten. Bei anderen ist es eine tief durchdachte philosophische Überzeugung, als Beispiel nenne ich Leibniz. Doch macht diese Haltung bzw. Überzeugung jemandem auch zum <em><strong>Bringer</strong></em> des Guten? Das ist doch die entscheidende Frage. Wahrscheinlich wird sich erst viel später rückblickend sagen lassen, ob Tomberg und/oder Martinus als Boddhisattva gelten können.</p>
<p>-------------</p>
<blockquote><p>oder wenn bei der Venusentwicklung die Stunde 6.6.6. schlägt, nach der es keine Umkehrmöglichkeit für die bösen Wesen mehr gibt und sie in eine Entwicklung übergehen, für die es keinen Ausdruck mehr gibt. Ich gehe davon aus, dass Tomberg diese Sicht von Steiner teilt.</p>
</blockquote><p>Auch hier müssen wir unterscheiden zwischen dem (philosophischen) Optimismus und einem Tun oder Bringen des Guten. Man kann das Schlimmste befürchten und trotzdem, oder gerade deswegen, das Gute tun. </p>
<p>Vor Allem aber erkenne ich Ihr Argument als logisch ungültig, denn: Wie konnte Steiner, auf dessen Ankündigung und Beschreibung des Boddhisattva wir uns beziehen, den Bringer des Guten als jemanden bezeichnen, der seiner eigenen (d.h. Steiners) Weltsicht diametral entgegensteht? Dann hätte Steiner entweder sich selbst oder aber den Boddhisattva verleugnen müssen. <br />
-----------------</p>
<blockquote><p>Tomberg war (zweiter Hinweis) auch bis zu seinem 30. Lebensjahr nicht völlig unbekannt </p>
</blockquote><p>Das diesbezügliche Kriterium besagt aber nicht, daß der Boddhisattva bis zu seiner Erweckung  unbekannt gewesen sein müsse, sondern lediglich, daß bis dahin nichts habe erkennen lassen, daß er sich irgendwann als Boddhisattva offenbaren würde. Es ist also sehr wohl denkbar, daß er als Politiker, Unternehmer oder Erfinder Ruhm erlangt hat, und dann die Wandlung eintritt, die ihn völlig unerwartet zu einem ganz anderen Menschen macht.</p>
<p>----------------</p>
<blockquote><p>und war danach auch nicht alles aus eigener Kraft, sondern er baute auf dem Werk von Rudolf Steiner auf.</p>
</blockquote><p>Das tat er nur bedingt. Ich möchte sagen: Er knüpfte an Steiners Werk an, und das auch nur solange, als er es mit Anthroposophen zu tun hatte. </p>
<p>Im Übrigen orientiere ich mich an den Ausführungen von Martin Kriele in &quot;Anthroposophie und Kirche&quot; (1996), Seite 162:</p>
<p><div class="g">Bis hierhin war Tombergs Lebensweg der eines zwar hochbegabten, strebsamen und allseits akzeptierten, aber doch gewissermaßen &quot;normalen&quot; Anthroposophen. Doch in seinem zweiunddreißigsten Lebensjahr [er war geboren 1900] vollzog sich mit ihm - für ihn selbst überraschend - eine tiefgreifende, ihn außerordentlich erschütternde Umwandlung. Es öffneten sich ihm die &quot;geistigen Augen und Ohren&quot;, das heißt, er begann die ihn umgebende Welt der Engel und der anderen geistigen Individualitäten unmittelbar wahrzunehmen und mit ihnen in geistigen Verkehr zu treten. Er erlebte es so, daß sich eine andere Wesenheit &quot;wie ein mächtiger Geistkeil&quot; in ihn hineingesenkt hatte.</div></p>
<p>Ein Jahr später begann er mit seinen - zunächst noch an Anthroposophen gerichteten - &quot;Zwölf Betrachtungen über das Alte Testament&quot;; viel später schrieb er seine &quot;Briefe&quot; über die Großen Arcana des Tarot, gerichtet an ein französisches Publikum.</p>
<p><em><strong>Fazit:</strong></em> </p>
<p>Ich sehe bis jetzt keinen Grund, von meinem Standpunkt abzurücken, bleibe aber offen für mögliche andere Argumente.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://kosmogonie.info/Forum/index.php?id=274</link>
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<pubDate>Thu, 02 Jul 2020 09:41:14 +0000</pubDate>
<dc:creator>Kosmogonie</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Die Quallen (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p>Hochinteressant, was Sie zu den Quallen auführen. Ich kannte das nicht. Vielen Dank.</p>
]]></content:encoded>
<link>https://kosmogonie.info/Forum/index.php?id=273</link>
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<pubDate>Thu, 02 Jul 2020 03:55:15 +0000</pubDate>
<dc:creator>Uwe Todt</dc:creator>
</item>
<item>
<title>Zum Erwachen des Ichs (Antwort)</title>
<content:encoded><![CDATA[<p><div class="g">Da spricht der Exoteriker (im Sinne Tombergs, wie bereits erläutert). Aber sehen wir das Ich-Erwachen doch mal &quot;fraktal&quot;, also in einem kleineren Maßstab, indem wir es übertragen auf das Ich-Erwachen des Menschenkindes. Auch in diesem erwacht ein Ich - aber nicht von selbst! Herr Todt, Sie hatten beruflich mit Waldorfschulen zu tun. Sie wissen also, daß an der Entwicklung eines jeden Kindes eine gewisse Zahl von Menschen mitwirken, angefangen mit den Eltern, fortgesetzt mit Kindergärtnern, Lehrern, Schulärzten, und was zur Organisation alles notwendig ist. Ohne deren Hilfe und Beistand kommt es zu keinem, oder nur zu einem rudimentären Ich-Erwachen (vgl. die sogenannten Wolfskinder). Ganz von selbst geht das nicht.</div></p>
<p>Was Sie über das Erwachen des Ichs schreiben, ist mir völlig klar. Also volle Zustimmung. Natürlich ist das kein automatischer Prozess. Mir geht es lediglich über den Unterschied zwischen dem <em>Erwachen des Ichs</em> (Martinus) und dem <em>Verleihen des Ichs</em> (Steiner)</p>
]]></content:encoded>
<link>https://kosmogonie.info/Forum/index.php?id=272</link>
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<pubDate>Thu, 02 Jul 2020 03:49:53 +0000</pubDate>
<dc:creator>Uwe Todt</dc:creator>
</item>
</channel>
</rss>
